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Italien irritiert über Rutte-Äußerungen zu US-Basen

24.06.2026
um 15:59 Uhr

ROM (dpa-AFX) - Äußerungen von Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Nutzung von US-Militärbasen in Italien haben dort für Wirbel gesorgt. In einem Interview des Senders Fox News sagte Rutte mit Blick auf die Unterstützung der USA während des Iran-Kriegs, 500 US-Flugzeuge seien von Stützpunkten in Italien gestartet. Das italienische Verteidigungsministerium teilte wiederum mit, Ruttes Darstellung der Dinge vermittele eine "völlig irreführende Botschaft".

Italien habe stets im Einklang mit der Verfassung, internationalen Verträgen und den geltenden Vereinbarungen über alliierte Militärbasen gehandelt, hieß es aus Rom. Genehmigt worden seien ausschließlich technische und logistische Aktivitäten. "In den Fällen, in denen Anträge gestellt wurden, die über diesen Rahmen hinausgingen, hat Italien bekanntlich keine Genehmigung erteilt."

Rutte trifft Trump in Washington

Rutte will US-Präsident Donald Trump heute in Washington treffen. Für ihn geht es darum, die Wogen so gut wie möglich zu glätten. Trump hatte erst am Montag mehreren europäischen Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Als man Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner nicht für die USA da gewesen, kritisierte er. Trump nannte Großbritannien, Deutschland und Italien - führte seine Vorwürfe aber nicht näher aus.

Im Gespräch mit Fox News sagte Rutte weiter: "Was die Nato angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt." Auf Stützpunkten in europäischen Ländern habe es mehrere Tausend Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen gegeben.

Rom: Rutte verwechselt Art der genehmigten Flüge

Das Verteidigungsministerium in Rom zeigte sich "überrascht, dass der Nato-Generalsekretär, der mit der Operation Epic Fury nichts zu tun hat, eine Darstellung liefert, die eine völlig irreführende Botschaft vermittelt, indem er die Art der genehmigten Flüge miteinander verwechselt". Italien genehmige ausschließlich Flüge, die durch die geltenden Verträge vorgesehen sind und Kampfeinsätze vollständig ausschließen, betonte das Ministerium./rme/DP/nas