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EQS-News: Schweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu (deutsch)

01.07.2026
um 16:55 Uhr

Schweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu

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auto-schweiz / Schlagwort(e): Monatszahlen
Schweizer Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu

01.07.2026 / 16:55 CET/CEST

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Neue Personenwagen Juni 2026

Bern, 1. Juli 2026

Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum
Liechtenstein hat im ersten Halbjahr moderat zugelegt. Kumuliert ergibt sich
nach den ersten sechs Monaten ein Volumen von 116'584 Personenwagen, was
einem Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr entspricht. Mit
25'207 Neuzulassungen ist das Monatsresultat Juni gegenüber dem Vorjahr
feiertagsbedingt höher ausgefallen (+15,6%). Reinelektrische Antriebe und
Plug-in-Hybride konnten weiter zulegen. Die sogenannten Steckerfahrzeuge
machten im Juni erstmals 40,0 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil der
Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 36,3 Prozent. Damit
bleibt die natürliche Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiterhin deutlich
hinter den Erwartungen der Politik zurück. Für eine Trendwende und stärkere
Marktdurchdringung der E-Mobilität müssen die Rahmenbedingungen markant
verbessert werden.

Der Schweizer Personenwagenmarkt schliesst das erste Halbjahr 2026 mit einem
leichten Plus ab. Bis zum 30. Juni wurden in der Schweiz und im Fürstentum
Liechtenstein 116'584 neue Personenwagen immatrikuliert - das sind 3,0
Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (113'133). Im Juni
lagen die Neuzulassungen mit 25'207 Fahrzeugen um 15,6 Prozent über dem
Vorjahr. Dieser starke Zuwachs im Juni darf indes nicht überbewertet werden,
weil dafür ein Kalendereffekt mitverantwortlich ist: Im Vergleich zum
Vorjahr fielen 2026 weniger Feiertage auf Werktage, was mehr Verkaufstage
zur Folge hatte.

Positive Entwicklung braucht stabile Rahmenbedingungen
Die leichte Erholung des Schweizer Automobilmarktes ist erfreulich, bleibt
aber angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche fragil.
Damit sich der positive Trend fortsetzen kann, braucht es verlässlichere und
marktorientierte Rahmenbedingungen. Insbesondere bei der Umsetzung der
CO-Regulierung sollte die Schweiz so rasch wie möglich die beschlossenen
europäischen Erleichterungen übernehmen. Auf einen regulatorischen «Swiss
Finish» ist zu verzichten, um Kosten- und Wettbewerbsnachteile gegenüber dem
europäischen Umfeld zu vermeiden.

Elektrifizierung setzt Wachstum fort
Die Elektrifizierung des Neuwagenmarktes hat im ersten Halbjahr weiter
zugelegt. Reinelektrische Personenwagen legten bis Ende Juni gegenüber dem
Vorjahr um 20,2 Prozent auf 27'889 Fahrzeuge zu. Noch stärker fiel das
Wachstum bei Plug-in-Hybriden aus, deren Immatrikulationen um 24,7 Prozent
auf 14'456 Fahrzeuge stiegen. Gemeinsam erreichen die Steckerfahrzeuge heute
bereits einen Marktanteil von 36,3 Prozent (23,9 Prozent BEV und 13,4
Prozent PHEV). Damit kommen die Steckerfahrzeuge erstmals an die
Hybridantriebe heran, mit einem Anteil von 36,5 Prozent die bisher
volumenstärkste Antriebskategorie. Herkömmliche Antriebe (27,2 Prozent)
verlieren weiter an Bedeutung.

Obwohl die fossilen Antriebe (27,2 %) an Bedeutung verlieren, bliebt das
Wachstum der E-Mobilität hinter den Erwartungen zurück. Thomas Rücker,
Direktor bei auto-schweiz, ordnet ein: «Die Vielzahl von mehr als 350
elektrischen Modellen in allen Preisklassen überzeugen in der Mehrheit noch
nicht alle Neuwagenkäufer. Offenbar konnten die bisherigen Markterfolge die
Vorurteile noch nicht genügend abbauen.»

Attraktivere Rahmenbedingungen notwendig
Der Anteil der Steckerfahrzeuge am Gesamtfahrzeugbestand befindet sich erst
auf einstelligen Prozentniveau. Für den Umstieg auf emissionsarme Antriebe
sind daher attraktivere Rahmenbedingungen notwendig. Dazu gehören
Steuererleichterungen statt -erhöhungen auf Elektroantrieben, der weitere
Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, erst recht in den Städten,
günstige Energiepreise sowie wirtschaftlich attraktive Voraussetzungen für
das Laden zuhause und am Arbeitsplatz.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur
Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des
Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

Medienmitteilung als PDF Download

Immatrikulationen neuer Personenwagen (CH + FL) nach Marken, Juni 2026

Weitere Auskünfte:
Frank Keidel
Mediensprecher
T 076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss

auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer
Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und
gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und
den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten über 60 Marken,
importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und
Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4'000 Markenvertreter. Mit
einem jährlichen Einfuhrwert von 11 Milliarden Schweizer Franken ist die
Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz.
Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120'000 Mitarbeitende.

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