PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch etwas zugelegt. Trotz weiter steigender Ölpreise und des anhaltenden Schlagabtauschs zwischen den USA und dem Iran präsentierten sich die Märkte damit vergleichsweise stabil.
"Die Anleger blenden geopolitische Risiken derzeit aus und wetten darauf, dass starke Quartalszahlen alle anderen Sorgen überstrahlen", beschrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets die Lage. Er warnte aber zugleich: "Das kann gutgehen - muss es aber nicht."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Die Investoren zeigten sich zum einen durch die angekündigten innenpolitischen Maßnahmen des neuen Premierministers Andrew Murray Burnham positiv beeindruckt und der Gesamtmarkt bekomme zudem durch die etwas besser als befürchteten Verbraucher- und Erzeugerpreise in Großbritannien Unterstützung, merkte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets an.
Von den anhaltenden Risiken für den Gesamtmarkt zeugte allerdings die Stärke des Ölsektors, der damit auf den anhaltenden Anstieg der Ölpreise reagierte. Die elfte Nacht in Folge hatten die USA den Iran angegriffen.
Auch Versorger präsentierten sich stabil. Aktien des Schwergewichts Iberdrola
Bankenwerte waren ebenfalls gefragt. Die spanische Santander
Ein Ausrufezeichen mit sechs Prozent Aufschlag setzten Airbus
Am Ende des Feldes lagen die Technologiewerte. Bei Halbleiteraktien war die jüngste Erholungswelle ausgelaufen, womit es wieder zu Abgaben kam.
Prosus