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Aktien Europa: Ruhiger Wochenstart

10.08.2026
um 12:03 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Montag keine großen Sprünge gemacht. Die Börsen reagierten damit wenig auf das aktuelle Spannungsfeld, bestehend aus nachlassenden Befürchtungen hinsichtlich einer bevorstehenden Zinserhöhung in den USA und der anhaltenden Unsicherheit mit Blick auf den Nahost-Konflikt.

Der Iran hatte am Samstag Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gedämpft. Die Führung in Teheran forderte von den USA erhebliche Vorleistungen vor einer Freigabe der für den internationalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge. "Noch setzt die Mehrheit der Investoren auf eine diplomatische Lösung, aber die Situation bleibt insgesamt weiterhin undurchsichtig und schwierig", kommentierte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets.

Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,3 Prozent auf 6.541 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex für die Eurozone ein Rekordhoch erklommen und einen Wochengewinn von mehr als zweieinhalb Prozent verzeichnet.

Außerhalb der Euroregion war die Tendenz am Montag uneinheitlich: Während der Schweizer Leitindex SMI um 0,1 Prozent auf 14.565 Punkte zulegte, sank der britische FTSE 100 um 0,3 Prozent auf 10.872 Punkte.

Aus Branchensicht waren Technologiewerte europaweit am meisten gefragt. So gehörten die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters ASML mit einem Kursplus von 2,7 Prozent zu den stärksten Aktien im EuroStoxx 50. Die Titel des Chipkonzerns STMicro verteuerten sich um 2,1 Prozent.

Auch der Rohstoffsektor präsentierte sich in guter Form. Für die Titel von Glencore und die BHP Group ging es um 2,3 beziehungsweise 3,3 Prozent nach oben.

Ansonsten war die Lage am Montag aus Unternehmenssicht nachrichtlich sehr dünn gesät. An der Schweizer Börse brachen die Papiere von Aryzta um knapp 13 Prozent ein. Das Backwaren-Unternehmen enttäuschte mit seinen Halbjahreszahlen. Vor allem beim organischen Wachstum wurden die Erwartungen klar verfehlt. Die Wachstumsflaute geht insbesondere auf das schwache Deutschland-Geschäft zurück, in dem der Konzern nun "alle Optionen" prüft./edh/men

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894