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Iran kritisiert US-Sanktionen: 'Verhalten aus der Steinzeit'

01.09.2026
um 11:44 Uhr

TEHERAN (dpa-AFX) - Irans Regierung hat die Einschränkung von Sprachtests im Zuge der neuen US-Sanktionen scharf kritisiert. "Das Ziel des Feindes ist es, unser Land durch Sanktionen zur Kapitulation zu zwingen", sagte Wissenschaftsminister Hussein Simai Saraf, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Dass nun auch ein renommierter Sprachtest für Englisch betroffen ist, bezeichnete er als "Verhalten aus der Steinzeit".

In den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass der als TOEFL bekannte Sprachtest (Test of English as a Foreign Language) wegen der Sanktionen im Iran künftig nicht mehr absolviert werden kann. Auch ein Test auf der beliebten Sprachlern-App Duolingo ist künftig nicht mehr verfügbar. Bereits zu Jahresanfang wurden im Iran Prüfungen für den IELTS-Test (International English Language Testing System) eingestellt.

Kritik an den jüngsten US-Sanktionen kam auch von Experten. Viele Beobachter zeigten sich verwundert über die Aufhebung von Genehmigungen, die etwa den wissenschaftlichen und sportlichen Austausch abdeckten. "Diese Maßnahmen isolieren nicht das iranische Regime, das sich seit Jahren verschanzt hat - sie isolieren die iranische Bevölkerung", schrieb der Analyst Esfandyar Batmanghelidj auf der Nachrichtenplattform X./arb/DP/stk