Pressestimme/'Washington Post': US-Ölabkommen riecht nach schlechtem Deal
WASHINGTON (dpa-AFX) - Über ein privates Unternehmen will sich die US-Regierung riesige Ölvorkommen in Venezuela sichern. Der Deal wird seine Verheißungen kaum erfüllen können, schreibt die "Washington Post":
"(Präsident Donald) Trump preist das Abkommen als Maßnahme, die niedrigere Spritpreise und eine Wiederauffüllung der Strategischen Ölreserve der USA verspricht. Doch in einer derart kapitalintensiven Branche wie der Ölindustrie lässt sich keines dieser Versprechen schnell einlösen - wenn überhaupt. (...)
In beiden Ländern sind die Rechtmäßigkeit und die langfristige Machbarkeit des Geschäfts unklar. (...) Kein einziger Steuerdollar sollte für den Wiederaufbau der venezolanischen Ölinfrastruktur verschwendet werden. Sich auf Projekte einzulassen, die selbst erfahrene Ölkonzerne bislang nicht in Angriff genommen haben, riecht nach einem schlechten Deal.
Ein sinnvollerer Weg für die US-Regierung wäre, das unternehmerische Risiko in Venezuela zu verringern, indem sie sich für möglichst baldige freie und faire Wahlen sowie für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit einsetzt."/juw/DP/zb