Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Machtspiel ums Kanzleramt
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Das "Handelsblatt" zu Machtspiel ums Kanzleramt:
"Das Comeback von Söder im Machtspiel käme überraschend. Doch für Kehrtwenden ist der CSU-Chef grundsätzlich offen. In der TV-Sendung "Maischberger" sagte er diese Woche zur Debatte über Merz: "Ich glaube, dass er Kanzler ist. Und unsere Verfassung gibt jemandem ein starkes verfassungsmäßiges Recht." Da lässt sich einer alle Optionen offen. Dabei hatte sich Söder quasi damit abgefunden, nicht mehr der erste CSU-Mann zu sein, der Bundeskanzler werden könnte. Das sichtbare Zeichen war, dass er die CSU-Politikerin Ilse Aigner als Bundespräsidentin ins Spiel brachte. Dabei war ihm klar, dass nicht zwei Bayern an der Spitze des Staates stehen könnten. Doch jetzt ist alles anders. Angesichts der Lage hat man fast den Eindruck, dass nur einer der beiden Ministerpräsidenten zugreifen müsste, um sich das Bundeskanzleramt zu sichern. Die alte Regel, wonach der Königsmörder nicht gewählt wird, scheint außer Kraft gesetzt zu sein."/yyzz/DP/men