Schnieder fordert Finanzcheck für 'Rente mit 63'
BERLIN (dpa-AFX) - Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und CDU-Chef Gordon Schnieder fordert vor einer Abschaffung der "Rente mit 63" eine genaue Prüfung der finanziellen Folgen. "Ich will die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nicht generell infrage stellen. Aber wir sollten über Details noch mal reden", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
Die Koalition solle prüfen, wie viele Menschen überhaupt noch eine Erwerbsbiografie mit sehr frühem Berufsstart hätten und welche Kosten eine Beibehaltung der Regelung für sie verursachen würde. Heute gebe es kaum noch junge Menschen, die bereits mit 14 oder 15 Jahren ins Berufsleben einstiegen und deutlich vor dem regulären Rentenalter 45 Beitragsjahre erreichten. "Das wird sich in den nächsten Jahren rauswachsen, weil heute keiner mehr so früh anfängt", sagte Schnieder.
Zugleich mahnte der Ministerpräsident die schwarz-rote Koalition, Streit über solche Fragen nicht öffentlich auszutragen. "Politisches Ringen ist okay, aber hinter verschlossenen Türen."/dmo/DP/zb