Pressestimme: 'Rhein-Neckar-Zeitung' zu Merz
HEIDELBERG (dpa-AFX) - "Rhein-Neckar-Zeitung" zu Merz:
"Ja, Merz hat einige Fehler gemacht, er agierte wiederholt ungeschickt, in der öffentlichen Kommunikation wie auch intern. Damit hat er sicherlich seinen Ansehensverlust beschleunigt. Aber dass er ihn gänzlich hätte vermeiden können, erscheint unwahrscheinlich. Unpopuläre Reformen stehen an, es kann weniger Geld verteilt werden als noch zu Merkels Zeiten. Das wurde schon SPD-Kanzler Olaf Scholz zum Verhängnis. Und jetzt scheint die schwarz-rote Koalition die Fehler der "Streit-Ampel" zu wiederholen. Merz zu stürzen, brächte höchstens kurz Entlastung, aber keine Befreiung. Aber vielleicht hilft Akzeptanz der Misere? Eine Wiederwahl 2029 scheint eh ausgeschlossen. Warum dann nicht konsequent "das Richtige" umsetzen, statt ängstlich nach dem Populären zu suchen? Wüst & Co. können auch 2029 noch übernehmen."/DP/jha