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Kommunalverband schlägt wegen explodierender Pflegekosten Alarm

15.09.2026
um 05:56 Uhr

AUGSBURG (dpa-AFX) - Die steigenden Eigenanteile in der Pflege werden nach Darstellung des Städte- und Gemeindebunds zunehmend zu einer Belastung für die Kommunen. "Die Ausgaben der Kommunen für die Hilfe zur Pflege sind von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf sechs Milliarden Euro im Jahr 2025 und damit um 33 Prozent angestiegen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes, André Berghegger, der "Augsburger Allgemeinen".

Die sogenannte Hilfe zur Pflege der Sozialämter, wenn Heimbewohner und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können, gehöre inzwischen zu den am stärksten wachsenden Sozialausgaben der Kommunen. Die Hilfe kann beantragt werden, wenn Einkommen und Vermögen zusammen mit Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, um Pflegebedarfe zu decken.

Die hohen Pflegekostenzuschüsse verschärften vielerorts die Finanznot von Städten und Gemeinden, sagte Berghegger. Er forderte eine finanzielle Deckelung der Eigenanteile durch Kostenübernahme aus der Pflegeversicherung. "Um die Eigenanteile zu begrenzen, ist es aus unserer Sicht zielführend, wenn ein sogenannter Sockel-Spitze-Tausch durchgeführt wird", sagte er. "Dies bedeutet, dass zukünftig alle Pflegebedürftigen einen fixen Eigenanteil zahlen und die darüber hinausgehenden Kosten dann von der Pflegekasse übernommen werden."/sl/DP/zb