Wadephul wirbt für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
MÜNCHEN/GENF (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul wirbt angesichts von Kriegen und Krisen in Zeiten knapper Kassen für Deutschlands Einsatz für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. "Humanitäre Hilfe ist unverzichtbar, rettet Menschenleben, lindert Not dort, wo sie entsteht und beugt damit Fluchtursachen vor", erklärte der CDU-Politiker vor seiner Abreise zu Besuchen in München und nach Genf zu den Vereinten Nationen (UN) und humanitären Organisationen. Humanitäre Hilfe sei "somit nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sie dient auch den Sicherheitsinteressen unseres Landes".
In der Schweizer Stadt am Genfer See will Wadephul am Nachmittag auch für die deutsche Bewerbung um einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat für die Periode von 2027 bis 2029 werben. In Zeiten, in denen Menschenrechte weltweit zunehmend unter Druck stünden, wolle die Bundesregierung UN-Organisationen und Mechanismen stärken, die den Menschen ins Zentrum stellten, begründete der Minister die Kandidatur.
Wahl zum UN-Menschenrechtsrat im Oktober in New York
Die Wahl zum Menschenrechtsrat soll im Oktober am UN-Hauptsitz in New York stattfinden. Auf die beiden von Westeuropa zu besetzenden Plätze im Menschenrechtsrat bewirbt sich neben Deutschland Irland. Zuletzt saß Deutschland von 2023 bis 2025 in dem Gremium, laut Auswärtigem Amt war die Bundesrepublik seit Gründung des Rats vor 20 Jahren insgesamt bereits fünfmal stimmberechtigtes Mitglied.
Bei seinem Besuch in Genf will Wadephul unter anderem mit der Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, und UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zusammenkommen. Geplant ist auch ein Treffen mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Ghebreyesus.
Wadephul in München: Goethe-Institut und bayerisches Kabinett
Der Außenminister reist über München nach Genf. In Landeshauptstadt hält der Minister am Hauptsitz des Goethe-Instituts eine Rede zum 75. Jahr des Bestehens des deutschen Kulturinstituts. Anschließend will der Außenminister auf Einladung von Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teilnehmen. Wadephul erklärte, das Auswärtige Amt arbeite weltweit für Deutschland und vertrete dabei nicht nur die Interessen der Bundesregierung, sondern selbstverständlich auch jene aller Bundesländer und aller Bürgerinnen und Bürger./bk/DP/zb