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WDH/Grüne blicken mit Ärger und Sorge auf Merz und die CDU

21.09.2026
um 17:06 Uhr

(Im 2. Satz des 2. Absatzes wurde im Zitat das Wort "wenn" durch "werden" ersetzt.)

BERLIN (dpa-AFX) - Neben ihren eigenen Wahlergebnissen treiben die Grünen nach den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auch der Zustand der CDU um. Dass die CDU in Schwerin künftig nicht mehr im Landtag vertreten sei und die dort AfD alleinige Oppositionspartei sein werde, sei "kein Grund zur Freude", betont die Parteivorsitzende Franziska Brantner. In Mecklenburg-Vorpommern fehle demnächst eine demokratische konservative Opposition zu der sich abzeichnenden rot-rot-grünen Landesregierung, ergänzt der Co-Vorsitzende, Felix Banaszak.

Banaszak erwartet von Merz und Union mehr Selbstkritik

Ganz Deutschland brauche eine "eingermaßen aufgeräumte stabile konservative Partei", findet Banaszak. Dass der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Friedrich Merz, jetzt nur die Botschaft aussende "Ich mache genauso weiter wie bisher, und irgendwann werden die Leute schon kapieren, wie toll das alles ist", sei realitätsfern und der offensichtliche Versuch, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Er erwarte von Merz und der Union in der jetzigen Lage mehr Selbstkritik. Reformen dürften nicht nur "eine Chiffre für Kahlschlag und Kürzung" sein, sagt Banaszak mit Blick auf die angekündigten Änderungen bei der Rente und im Gesundheitsbereich.

In Mecklenburg-Vorpommern war die CDU am Sonntag knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde geblieben. In Berlin lag sie mit 18,8 Prozent der Zweitstimmen hinter der Linkspartei. Die Grünen schafften es mit 5,7 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern in den Landtag. In Berlin belegten sie mit 14,3 Prozent den vierten Platz./abc/DP/mis