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29.09.2026
um 11:07 Uhr

APA ots news: Allianz Global Wealth Report 2026: Geldvermögen auf Rekordhoch - Österreich setzt verstärkt auf Wertpapiere

München/Wien (APA-ots) - - Globales Geldvermögen steigt 2025 um +8,6 %
auf den Rekordwert von
268,4 Billionen Euro - vier von fünf Euro des Vermögenszuwachses
stammen aus Wertsteigerungen

- In Österreich wächst das Brutto-Geldvermögen um +5,0 % auf 968,6
Milliarden Euro - mehr als die Hälfte der Neuanlagen fließt in
Wertpapiere, Anteil der Bankeinlagen auf historischem Tiefstand

- Ausblick: Plus von rund 9 % für 2026 erwartet - künstliche
Intelligenz als Chance für die Vermögensbildung, hohe Bewertungen als
Risiko

Das Geldvermögen privater Haushalte ist 2025 weltweit um +8,6 % auf
den Rekordwert von 268,4 Billionen Euro gestiegen. Das zeigt die 17.
Ausgabe des Allianz Global Wealth Reports, der die Vermögens- und
Verschuldungssituation in fast 60 Ländern analysiert. Österreich
blieb mit +5,0 % hinter der globalen Dynamik zurück, wuchs jedoch
stärker als Westeuropa (+4,5 %). Den größten Beitrag zum weltweiten
Anstieg leisteten die Kapitalmärkte: Rund vier von fünf Euro des
zusätzlichen Vermögens gehen auf Wertsteigerungen zurück.

Zwtl.: Österreich: Wertpapiere erreichen Rekordanteil, Kaufkraft
bleibt unter Niveau von 2021

Das Brutto-Geldvermögen der österreichischen Haushalte erhöhte
sich 2025 um +5,0 % auf 968,6 Milliarden Euro und wuchs damit stärker
als der westeuropäische Durchschnitt (+4,5 %). Den kräftigsten
Zuwachs verzeichneten Wertpapiere mit +8,0 %, gefolgt von
Bankeinlagen (+3,1 %) sowie Versicherungen und Pensionen (+1,5 %).
Der Wertpapieranteil am Portfolio erreichte mit 46,2 % einen
Rekordwert und lag deutlich über dem westeuropäischen Schnitt von
36,8 %, während der Anteil der Bankeinlagen auf einen historischen
Tiefpunkt von 37,3 % fielen - ein klares Zeichen für ein verändertes
Anlageverhalten.

Daniel Mati, CEO der Allianz Österreich , betont: "Das
Allzeithoch an Wertpapieren zeigt, dass die Menschen in Österreich
renditeorientierter anlegen. Das ist ein positives Signal für den
langfristigen Vermögensaufbau. Jetzt gilt es, diesen Schwung auch in
die private Altersvorsorge zu tragen, denn Versicherungen und
Pensionen wachsen nach wie vor nur verhalten."

Wie sich die Präferenzen der Haushalte verschieben, spiegelt sich
auch in den Sparentscheidungen des vergangenen Jahres wider. Die
Neuanlagen gingen zwar um 7,6 % auf 27,8 Milliarden Euro zurück,
erreichten aber den zweithöchsten Wert seit Beginn der Datenreihe;
nur im Rekordjahr 2024 wurde mehr gespart. 53,0 % davon flossen in
Wertpapiere, 41,3 % in Bankeinlagen und 5,1 % in Versicherungen und
Pensionen - einer der höchsten Wertpapieranteile in Westeuropa. Die
Wertpapierkäufe erreichten mit 14,8 Milliarden Euro einen neuen
Höchstwert: 7,6 Milliarden Euro entfielen auf Investmentfonds, der
zweithöchste Wert der Datenreihe, 5,8 Milliarden Euro auf sonstige
Wertpapiere und 1,4 Milliarden Euro auf Aktien. Im Jahr davor hatten
österreichische Haushalte unterm Strich noch mehr Aktien verkauft als
gekauft. Die Trendwende unterstreicht das wachsende Vertrauen in die
Kapitalmärkte.

Etwas verhaltener fällt die Bilanz aus, wenn man die Teuerung
berücksichtigt. Inflationsbereinigt wuchs das Geldvermögen um +1,4 %.
Seit 2019 stieg seine Kaufkraft um lediglich +1,7 % - etwas mehr als
in Westeuropa (+0,5 %), aber weit weniger als im globalen
Durchschnitt (+23 %). Gegenüber dem Höchststand von 2021 liegt sie
noch immer 8,1 % niedriger: Der Inflationsschock ist nicht
überwunden.

Solide entwickelte sich hingegen die Schuldenseite der privaten
Haushalte. Die Verbindlichkeiten nahmen um nur +0,9 % auf 218,9
Milliarden Euro zu, Hypothekendarlehen sanken sogar um 0,6 %. Das
Netto-Geldvermögen stieg dadurch um +6,3 % auf 749,7 Milliarden Euro,
die Verschuldungsquote fiel von 23,5 % auf 22,6 %. Mit 82.260 Euro
pro Kopf belegt Österreich im weltweiten Ranking unverändert Rang 16.

Zwtl.: Globaler Markt: Kapitalmärkte treiben den Vermögenszuwachs

Trotz schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds
legten Wertpapiere weltweit um +12,4 % zu - mehr als doppelt so stark
wie Bankeinlagen (+5,7 %) oder Versicherungen und Altersvorsorge (+
5,0 %). Ihr Anteil am globalen Geldvermögen stieg auf den Rekordwert
von 46,9 %. Die Neuanlagen sanken hingegen um 5,4 % auf 4,1 Billionen
Euro. Besonders profitierten nordamerikanische Haushalte, deren
Portfolios zu 60,7 % aus Wertpapieren bestehen; auf die Region
entfielen 51,4 % des weltweiten Zuwachses. Über die vergangenen zehn
Jahre gingen dort 71 % des Vermögenswachstums auf Wertsteigerungen
zurück, in Westeuropa nur 36 %.

"Das globale Geldvermögen hat 2025 erneut einen Rekord erreicht -
doch nominale Rekorde erzählen nur die halbe Geschichte", sagte
Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz . "Seit 2019 ist das
nominale Geldvermögen um 50 % gestiegen, real, also bereinigt um die
Inflation, jedoch nur um 23 %. In Westeuropa ist die Entwicklung noch
schwächer: Dort liegt das reale Geldvermögen lediglich 0,5 % über dem
Niveau von 2019. In Nordamerika sind es 21 %, in China 70 %."

Zwtl.: Ausblick: Künstliche Intelligenz zwischen Wachstumstreiber und
Marktrisiko

Für 2026 erwartet Allianz Research ein weltweites Wachstum des
Geldvermögens von rund +9 %. Mittelfristig trüben schwächeres
Wirtschaftswachstum, anhaltender Inflationsdruck, geopolitische
Fragmentierung und hohe Staatsschulden die Renditeaussichten.

Künstliche Intelligenz wird damit zum entscheidenden Faktor:
Höhere Produktivität und steigende Unternehmensgewinne könnten die
Kapitalmarktrenditen stützen. Zugleich macht die wachsende
Abhängigkeit von KI-getriebenen Märkten Haushaltsvermögen
verwundbarer. Seit Ende 2022 legte der S&P 500 um rund 95 % zu. Eine
Korrektur um 25 % würde im Jahr des Schocks rund 27 Billionen US-
Dollar an US-Haushaltsvermögen vernichten - fast 14 % des gesamten
Nettovermögens - und die US-Wirtschaft in eine Rezession drücken.

"KI könnte zum nächsten großen Motor der Vermögensbildung werden.
Doch entscheidend ist, wer die Vermögenswerte besitzt - und damit an
den Erträgen teilhat", sagte Katharina Utermöhl, Head of Thematic &
Policy Research bei Allianz Research . "Wenn sich die Wertschöpfung
durch KI stärker in Richtung Kapital verschiebt, werden eine breitere
Beteiligung an Kapitalerträgen und Maßnahmen zur Unterstützung der
Beschäftigten beim Wandel entscheidend sein, damit möglichst viele
Menschen von der KI-Dividende profitieren."

Downloads

- Die interaktive "Allianz Global Wealth Map" finden Sie auf unserer
Homepage .

- Die Studie finden Sie hier .

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Allianz Österreich
Dr. Thomas Gimesi
Telefon: +43 676 878 222 914
E-Mail: presse@allianz.at
Website: https://www.allianz.at/

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