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EQS-News: Forschungsplattform für die Satellitenkommunikation der Zukunft: Technologiedemonstrator ATHENE-1 erfolgreich gestartet (deutsch)

02.10.2026
um 09:03 Uhr

Forschungsplattform für die Satellitenkommunikation der Zukunft: Technologiedemonstrator ATHENE-1 erfolgreich gestartet

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EQS-News: OHB SE / Schlagwort(e): Sonstiges
Forschungsplattform für die Satellitenkommunikation der Zukunft:
Technologiedemonstrator ATHENE-1 erfolgreich gestartet

02.10.2026 / 09:03 CET/CEST
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Forschungsplattform für die Satellitenkommunikation der Zukunft:
Technologiedemonstrator ATHENE-1 erfolgreich gestartet

Bremen/Betzdorf, 2. Oktober 2026. Der Technologiedemonstrator ATHENE-1 wurde
erfolgreich vom US-amerikanischen Weltraumbahnhof Vandenberg Space Force
Base in Kalifornien gestartet. Der von der OHB-Tochter LuxSpace gemeinsam
mit der Universität der Bundeswehr München entwickelte und gebaute
Kleinsatellit hob im Rahmen der Transporter-18-Mission an Bord einer
Falcon-9-Rakete von SpaceX ab und wurde planmäßig in eine niedrige
Erdumlaufbahn gebracht.

ATHENE-1 ist das zentrale Element des Forschungsprojekts SeRANIS (Seamless
Radio Access Networks for Internet of Space), das von der Universität der
Bundeswehr München geleitet und vom Zentrum für Digitalisierungs- und
Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw) gefördert wird. Ziel des
Projekts ist es, innovative Technologien schneller von der Forschung in die
praktische Anwendung zu überführen und deren Nutzen für zukünftige
Weltraumfähigkeiten zu demonstrieren.

Mit dem erfolgreichen Start beginnt die operative Phase der Mission.
ATHENE-1 wird als Technologie- und Erprobungsplattform für insgesamt 22
wissenschaftliche Experimente dienen. Im Fokus stehen dabei neue
Technologien für satellitengestützte Kommunikation und Vernetzung,
Aufklärung und Sensorik, Navigation sowie KI-gestützte Datenverarbeitung
direkt im Orbit.

"Der erfolgreiche Start von ATHENE-1 ist ein bedeutender Meilenstein für das
gesamte Projektteam und ein starkes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der
Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie", sagt Marco Fuchs,
Vorstandsvorsitzender von OHB. "Mit der Mission schaffen wir die Grundlage,
um entscheidende Erkenntnisse für künftige Kommunikations-, Navigations- und
Sicherheitsanwendungen zu gewinnen. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre
haben gezeigt, wie wichtig technologische Souveränität und resiliente
Weltraumsysteme geworden sind."

Der knapp 300 Kilogramm schwere Satellit wird unter anderem Verfahren zur
Erkennung, Lokalisierung und Abwehr von Störungen erproben, die zur Erhöhung
der Resilienz satellitengestützter Navigations- und Kommunikationssysteme
beitragen sollen. Darüber hinaus ermöglicht die Mission die Erprobung neuer
Ansätze der intelligenten Signal- und Datenverarbeitung sowie zukünftiger
Anwendungen für staatliche und militärische Nutzer.

Technologisch steht ATHENE-1 zudem für den Wandel hin zu softwaredefinierten
und rekonfigurierbaren Satellitensystemen. Die in der Mission erprobten
Technologien sollen es ermöglichen, Funktionen und Anwendungen auch nach dem
Start an neue Anforderungen anzupassen. Dadurch können Satelliten flexibler
auf neue Standards, Einsatzszenarien oder Störungen reagieren.

Andreas Knopp, Initiator und Programmleiter von SeRANIS an der Universität
der Bundeswehr München, betont: "Als wir SeRANIS vor sechs Jahren ins Leben
gerufen haben, war unser Ziel, neue Schlüsseltechnologien möglichst früh
unter realen Bedingungen im Weltraum zu erproben. Mit dem erfolgreichen
Start von ATHENE-1 wird diese Vision Realität. Die sicherheitspolitische
Entwicklung der vergangenen Jahre konnten wir nicht vorhersehen - aber das
flexible Missionsdesign hat es uns ermöglicht, auch neue Fragestellungen
aufzunehmen."

"Moderne Operationsführung ist ohne Einsatzunterstützung aus dem Weltraum
nicht möglich", ergänzt Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und
Informationsraum der Bundeswehr. "Unser Plan als Bundeswehr für die Zukunft
heißt "Gesamtarchitektur Weltraum" - ein vernetzter und multiorbitaler
Ansatz für Sensorik und Datenübertragung mit mindestens einer hohen
dreistelligen Anzahl von Satelliten. SeRANIS und vor allem ATHENE-1 schaffen
wichtige Grundlagen für den Aufbau dieser Architektur!"

Die ATHENE-1-Mission basiert auf der modularen Kleinsatellitenplattform
Triton-X Heavy von LuxSpace in Kombination mit einer von der Universität der
Bundeswehr München entwickelten multifunktionalen Experimentalnutzlast,
deren Integration am OHB-Standort Oberpfaffenhofen erfolgte. Für die
Durchführung der Startkampagne war OHB Orbital Access verantwortlich.

"Unsere von der ESA qualifizierte Triton-X-Satellitenplattform hat sich als
perfekt geeignet erwiesen, um die enorme Komplexität der ATHENE-1-Mission
mit ihren vielen innovativen Nutzlasten zu meistern. Wir freuen uns, zu
diesem einzigartigen Erfolg beigetragen zu haben und damit eine gute Basis
für zukünftige spannende Projekte mit der UniBw zu schaffen", sagt Didier
Schnitzler, Geschäftsführer von OHB LuxSpace.

Die erforderliche Bodeninfrastruktur für die Übertragung von
Telemetriedaten, die Übermittlung von Befehlen sowie die Überwachung und
Steuerung des Satelliten stellt das Nationale Raumfahrtkontrollzentrum
(GSOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereit.

Nach dem erfolgreichen Start werden in den kommenden Tagen die ersten
Betriebsphasen des Satelliten (Launch and Early Orbit Phase (LEOP) und
In-Orbit Commissioning) durchgeführt, bevor schrittweise die
wissenschaftlichen Experimente in Betrieb genommen werden. Die Mission ist
auf mehrere Jahre angelegt und soll wertvolle Erkenntnisse für die nächste
Generation satellitengestützter Systeme liefern.

Kontakt:

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Unternehmenskommunikation
Tel: +49 421 2020 9159
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