dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.10.2026 - 17.00 Uhr
ROUNDUP: US-Arbeitsmarkt zeigt Anzeichen von Schwäche
WASHINGTON - Der US-Arbeitsmarkt hat im September nach einer zuletzt robusten Entwicklung wieder Anzeichen von Schwäche gezeigt. Es gab deutlich weniger neue Stellen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft wurden 29.000 zusätzliche Jobs geschaffen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 90.000 gerechnet. Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 60.000 Stellen nach unten revidiert.
USA: Industrie-Aufträge steigen schwächer als erwartet
WASHINGTON - Der Auftragseingang der US-Industrie ist im August unerwartet schwach ausgefallen. Die Bestellungen legten um 0,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Juli waren die Aufträge noch um revidierte 0,8 Prozent (zuvor 0,9 Prozent) gestiegen.
ROUNDUP/Eurozone: Inflation steigt wegen hoher Energiepreise weiter deutlich
LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise weiter deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg der Rate auf 3,7 Prozent erwartet.
Japan: Inflation im Großraum Tokio steigt deutlich - mehr Druck für Notenbank
TOKIO - In Japan ist die Inflation im Großraum Tokio angetrieben von hohen Energiepreisen deutlich gestiegen. Im September legten die Verbraucherpreise in der Hauptstadt ohne Frischwaren im Jahresvergleich um 2,7 Prozent zu, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte. Dies ist die höchste Jahresrate seit November 2025. Im August hatte die Teuerung deutlich niedriger bei 1,9 Prozent gelegen.
Ifo: Geschäftsklima in Chemiebranche hellt sich deutlich auf
MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie hellt sich immer weiter auf. Im September stieg das Ifo-Geschäftsklima für die Branche zum zweiten Mal in Folge und verbesserte sich deutlich auf plus 5,5 Punkte, nach minus 2,6 Punkten im August, wie das Institut in München mitteilte.
G7-Staaten wollen 100 Millionen Barrel Öl aus Reserven freigeben
PARIS - Die G7-Staaten wie Deutschland, Frankreich und die USA dringen angesichts der steigenden Kraftstoffpreise auf eine Nutzung von Ölnotreserven. Ab sofort und über vier Monate sollten 100 Millionen Barrel Rohöl der im März beschlossenen Freigabe tatsächlich freigegeben werden, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben der Gruppe demokratischer Industrienationen. Zuvor hatten sich die G7 in einer Videoschalte beraten. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz nahm teil.
Erwogener US-Diesel-Exportstopp stößt in EU auf Ablehnung
BRÜSSEL - In der EU wird ein von der US-Regierung unter Donald Trump erwogener Diesel-Exportstopp klar abgelehnt. "Ein Verbot wäre für niemanden von Vorteil", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel. "Es würde unser Vertrauen in die Vereinigten Staaten als verlässlichen Partner untergraben." Die Europäische Union sei bereit für gemeinsames Handeln im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA). Es sei Aufgabe der Agentur, eine mögliche Freigabe von Reserven zu organisieren.
Bericht: Erneut Schiff in Straße von Hormus unter Beschuss
LONDON/TEHERAN - Ein Tanker ist einem Bericht zufolge beim Durchfahren der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Über den genauen Umfang der Schäden und mögliche Folgen für die Umwelt war zunächst nichts bekannt.
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