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OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / Retail-Investmentmarkt Q3: viele ...

09.10.2026
um 10:09 Uhr

Retail-Investmentmarkt Q3: viele Deals, aber niedriges
Durchschnittsvolumen
Frankfurt/Main (ots) - Die Bilanz auf dem Retail-Investmentmarkt ist nach den
ersten drei Quartalen 2026 zweigeteilt: Einerseits konnte gegenüber den letzten
drei Vergleichszeiträumen eine überdurchschnittliche Zahl an Transaktionen
registriert werden. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

"Teil der Wahrheit ist allerdings auch, dass sich dies durch ein historisch
geringes Durchschnittsvolumen pro Deal von nur 17 Mio. EUR nicht im
Investmentumsatz ablesen lässt, der mit knapp 3,1 Mrd. EUR um knapp 25 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum nachgegeben hat. Ursächlich hierfür war ein sehr
verhaltenes Marktgeschehen in den letzten beiden Quartalen, die sich mit 892
Mio. EUR in Q1 und 829 Mio. EUR in Q2 jeweils deutlich unter der
1-Mrd.-EUR-Marke eingeordnet haben. Dass jedoch auch in der aktuellen Marktphase
Quartalsumsätze von fast 1,5 Mrd. EUR möglich sind, konnte die Retail-Sparte
erfreulicherweise bereits zum Jahresbeginn beweisen", erläutert Christoph
Scharf, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail
Services. Sie betrugen im Q1 rund 1,37 Mrd. EUR.

So stammen auch die größten Verkäufe im laufenden Jahr weiterhin aus der ersten
Jahreshälfte: Im Portfoliosektor ist hierbei der Verkauf des aus 37
Lebensmittelmärkten beziehungsweise Fachmarktzentren bestehenden
Powerfood-Portfolios zu nennen, und im Einzeldealsegment sind die
Highstreet-Prestigeobjekte Alsterhaus in Hamburg, die Alte Akademie in München
und das Shoppingcenter Höfe am Brühl in Leipzig erwähnenswert. Neben der Alten
Akademie konnten insgesamt rund 50 größtenteils kleinere
Geschäftshaus-Investments verbucht und ein gestiegenes Ergebnis erreicht werden
(25 %). Klar dominierend bleibt jedoch die Food- und Fachmarktsparte mit über 45
% des Volumens und 57 % der Deals. Aber auch Shoppingcenter kommen auf eine gute
Transaktionszahl und anteilig knapp 18 %, während Kaufhäuser mit fast 12 %
derzeit den geringsten Ergebnisbeitrag auf sich vereinen.

A-Städte mit höheren Umsätzen und einzelnen Top-Deals, Netto-Spitzenrenditen
legen in allen Segmenten zu

Die A-Standorte können im laufenden Jahr ein wesentlich lebhafteres
Dreivierteljahr verbuchen als noch 2025: Mit rund 1,14 Mrd. EUR erreichen sie
einen um 37 % gestiegenen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum (832 Mio. EUR),
der hauptsächlich von kleineren Investments getragen wurde. Insgesamt
verzeichnen sogar fast alle Top-Investmentmärkte in den ersten neun Monaten
gestiegene Resultate.

An die Spitze setzen sich die Süd- bzw. Nord-Metropolen München (349 Mio. EUR)
und Hamburg (247 Mio. EUR) - angeführt von den beiden Highstreet-Top-Deals der
Alten Akademie und des Alsterhauses. Weitere nennenswerte Umsatzbeiträge haben
ebenfalls Düsseldorf (212 Mio. EUR) und Berlin (202 Mio. EUR) generiert. Während
aus der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt der Verkauf des Carsch-Hauses
und immer wieder kleinere, oft luxusgeankerte Highstreet-Objekte zu vermelden
sind, kommen in der Hauptstadt die hier zu verortenden Assets des
Powerfoods-Portfolios zum Tragen. Die Märkte Frankfurt (79 Mio. EUR), Stuttgart
(42 Mio. EUR) und Köln (7 Mio. EUR) sind dagegen nur geringfügig am Ergebnis
beteiligt.

Bei den Netto-Spitzenrenditen wurden im Jahresverlauf über alle Objektarten
hinweg Veränderungen verzeichnet: So sind Baumärkte (+60 Basispunkte; 6,40 %)
und Shoppingcenter (+30 Basispunkte; 6,10 %) seit Jahresende 2025 am
deutlichsten gestiegen. Aber auch bei Fachmarktzentren (4,75 %) und einzelnen
Food-Märkten (5,00 %) sowie Highstreet-Objekten (3,50 %) mussten die Werte um 5
bis 10 Basispunkte nach oben angepasst werden.

Perspektiven

Auch wenn der Retail-Investmentmarkt sowohl im zweiten als auch im dritten
Quartal durch ein relativ verhaltenes Marktgeschehen geprägt war, stimmen nicht
zuletzt die hohe Dealanzahl und die relativ breite Umsatzverteilung über die
unterschiedlichen Objektsparten optimistisch. Dies zeigt sich auch im
Assetklassenvergleich, in dem sich der Einzelhandelssektor bei der Zahl der
Transaktionen nicht hinter den beiden weiteren Top-Segmenten der Büro- und
Logistikobjekte verstecken muss.

Darüber hinaus bleibt darauf hinzuweisen, dass gerade in der Retail-Sparte die
Deal-Pipeline wesentlich größer und das Marktsentiment spürbar besser ist, als
es das Investmentvolumen vermuten lässt: In diesem Zusammenhang verbergen sich
sowohl hinter den bereits laufenden als auch den jüngst initiierten
Vermarktungsansätzen kurz- bis mittelfristig sehr gute Umsatzpotenziale. Dies
gilt nicht zuletzt für Food- und Fachmarkt-Investments, die mit den zahlreichen
in der Vorbereitungsphase befindlichen Transaktionsprozessen jederzeit den
Unterschied zwischen einem moderaten und einem erfreulichen Schlussquartal
ausmachen können. Neben der Dynamik bei den platzierten Food-Portfolios steht
auch das Highstreet-Segment immer wieder im Fokus, wobei vor allem
Geschäftshäuser mit international renommierten Luxus-Retailern in der Lage sind,
gute Nachfrageimpulse zu generieren.

"Bei der Entwicklung der Spitzenrenditen sind weitere Aufwärtstendenzen
erkennbar, sodass die aktuellen Werte in den unterschiedlichen Objektarten und
Städten bis zum Jahresende durchaus noch einmal steigen könnten", so Christoph
Scharf.

Link zum Marktbericht: https://ots.de/7gFNyK

Pressekontakt:

Chantal Schaum
Head of Public Relations
BNP Paribas Real Estate Holding GmbH
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