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ROUNDUP/Berichte: Siedler setzen Moschee im Westjordanland in Brand

14.10.2026
um 13:36 Uhr

RAMALLAH (dpa-AFX) - Im besetzten Westjordanland sollen israelische Siedler Berichten zufolge eine Moschee in Brand gesetzt haben. In palästinensischen und israelischen Medien veröffentlichte Aufnahmen zeigten Schäden am Eingang des Gotteshauses im Ort Michmas nördlich von Jerusalem.

Das israelische Militär erklärte am frühen Nachmittag (Ortszeit), israelische Einsatzkräfte hätten zunächst vor Ort keine Verdächtigen angetroffen. Die Polizei werde später im Rahmen einer Ermittlung Beweise vor Ort sammeln und Zeugen befragen. Israels Armee verurteile Vandalismus gegen religiöse Stätten scharf, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, dass bei dem Vorfall auch ein angezündetes Auto vollständig niedergebrannt sei. Demnach waren in der Nacht Dutzende Siedler in das palästinensische Dorf Michmas eingedrungen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg nochmals zugespitzt. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen oder eigenen Anschlägen getötet. Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen. Dem israelischen Militär wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen./cir/DP/mis