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WDH: Ausgangssperren im Norden Frankreichs für Minderjährige

19.10.2026
um 19:23 Uhr

(Die Angabe zu mindestens 3.000 von Plünderungen und Schäden betroffenen Geschäften im 4. Absatz, 1. Satz, stammt vom französischen Handelsminister Serge Papin, nicht Premierminister Sébastien Lecornu.)

PARIS (dpa-AFX) - In mehreren Städten im Norden Frankreichs gibt es nach den schweren Ausschreitungen am Wochenende Ausgangsbeschränkungen für Minderjährige. Die Maßnahmen sollen vorerst für Montag und Dienstag zwischen 20 und 6 Uhr gelten und betreffen die Städte Lille, Douai, Wattignies und Denain, wie das Premierministeramt der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Französische Medien berichteten unter Berufung auf die Präfektur des Départements Nord, dass die Ausgangssperren noch finalisiert würden und "Teilbereiche" der Städte betreffen sollen.

Zuvor hatte Premierminister Sébastien Lecornu nach einem Krisentreffen der Regierung in Paris örtlich begrenzte Ausgangssperren angekündigt. Am Wochenende waren landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. Die Beschränkungen sollten "teilweise" und "sehr lokal begrenzt" sein, sagte Lecornu. Ein Ziel sei der Schutz von Personen und insbesondere auch Geschäften, die unter Plünderungen litten.

Premier: 3.000 Geschäfte beschädigt

Mindestens 3.000 Geschäfte seien beschädigt oder geplündert worden, gab Handelsminister Serge Papin bekannt. Der Premierminister Lecornu betonte, dass das "Chaos" auf die Stadtzentren begrenzt sei. "Meine Entschlossenheit, die Ordnung wiederherzustellen, sie ist absolut", sagte Lecornu. Er werde sämtliche Mittel, die der Regierung zur Verfügung stehen, einsetzen, wenn es nötig sei./vni/DP/he