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Staatssekretär: PHP-Lücke kann jeden Einzelnen betreffen

23.10.2026
um 09:15 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Entdeckung der kritischen PHP-Sicherheitslücke mahnt der Staatssekretär im Digitalministerium zur Vorsicht. "Dadurch, dass Systeme so weltweit vernetzt sind, kann es auch jeden Einzelnen betreffen", sagte Markus Richter im ARD-"Morgenmagazin". Im Digitalministerium stufe man den Vorfall als kritisch ein, da die Programmiersprache weit verbreitet sei. Derzeit liefen Untersuchungen, ob und, wenn ja, wo es zu Datenabflüssen gekommen sei.

Die Schwachstellen in der PHP-Technik waren am vergangenen Dienstag entdeckt worden und hatten zu hektischen Aktivitäten bei Betreibern von Webseiten weltweit geführt. Die Fehler ermöglichen Kriminellen, aus der Ferne eigenen Schadcode auf Servern auszuführen. Weil dadurch eine vollständige Übernahme betroffener Systeme droht und die Details der Lücke vorab unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit gelangten, stufen Behörden und IT-Sicherheitsexperten die Lage als außerordentlichen Notfall ein. Inzwischen liegt ein Update für die PHP-Software vor, die aber bislang nicht überall eingespielt wurde.

Künstliche Intelligenz (KI) sei hier Fluch und Segen, sagte Richter. Sie könne in solchen Fällen ein großes Hilfsmittel sein. Gleichzeitig helfe KI auch Hackern. Deutschland sei gut aufgestellt, um Risiken durch KI zu begegnen, "gleichzeitig stellen wir natürlich fest, dass wir nicht auf einer Insel sitzen, sondern es braucht internationale Strukturen", sagte Richter./rew/DP/jha