Jugendproteste in mehr als 30 Städten geplant
BERLIN (dpa-AFX) - Die Jugend-Initiative "Gen Z regelt" ruft für diesen Samstag (14.00 Uhr) zu Demonstrationen in mehr als 30 Städten auf. Die Organisatoren rechnen mit insgesamt rund 160.000 Teilnehmern. Sie wollen gegen eine Wehrpflicht auf die Straße gehen, für Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben.
Aufruf zu friedlichem Protest
Die Organisatoren rufen ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnen jede Form von Gewalt ab. Auf ihrer Website machen sie deutlich, dass sie keine extremistischen Gruppen und verfassungsfeindliche Symbole bei ihren Demonstrationen haben wollen. Sie warnen auch vor Glas und Waffen sowie Provokationen gegenüber der Polizei.
Im Einzelhandel haben Geschäfte mancherorts geschlossen, weil die Betreiber Schäden oder Beeinträchtigungen fürchten. Bei Protesten in Frankreich war es zu Ausschreitungen mit Gewalt, Plünderungen und Brandstiftung gekommen.
Innenministerium sieht keine Gewaltaufrufe
Die Sicherheitsbehörden des Bundes haben keine weitergehenden Erkenntnisse zu Gewaltaufrufen oder geplanten gewalttätigen Ausschreitungen bei den für diesen Samstag geplanten Protesten. Gleichwohl griffen auch "Teile der linksextremistischen Szene sowie vereinzelt Gruppierungen aus dem auslandsbezogenen Extremismus" die Aufrufe auf, um sich an der Mobilisierung zu beteiligen, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.
"Gen Z regelt" hat sich nach eigenen Angaben erst vor wenigen Wochen zusammengefunden, zum zentralen Organisationsteam gehören nach eigenen Angaben 30 Menschen. Mit seiner Website weist die Initiative zwar auf Demonstrationen in mehr als 30 deutschen Städten hin, übernimmt die Verantwortung für Inhalt und Organisation aber nur für vier davon, nämlich Köln, Berlin, Frankfurt und München./hrz/DP/zb