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WDH: Vorgaben bei Gasspeichern verfehlt - Ministerium: Gasversorgung: sicher

01.11.2026
um 13:37 Uhr

(Im dritten Satz des ersten Absatzes wurde der Wochentag geändert.)

BERLIN (dpa-AFX) - Vorgaben zu Füllständen der Gasspeicher in Deutschland dürften deutlich verfehlt worden sein. Zum 1. November soll faktisch ein durchschnittlicher Füllstand von 70 Prozent erreicht werden. Die Speicher sind aber nur zu rund 61,4 Prozent gefüllt, wie aus den aktuellsten Daten der europäischen Plattform AGSI von Samstag hervorgeht.

"Die Gasversorgung in Deutschland ist auch bei den derzeitigen Speicherfüllständen für den kommenden Winter gesichert", sagte eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Nach aktueller Einschätzung ist davon auszugehen, dass Deutschland gut durch den Winter kommt. Entscheidend für die Versorgungssicherheit sind nicht allein die Speicherfüllstände, sondern auch die tatsächliche Ausspeicherung, laufende Gasimporte und weitere Vorsorgemaßnahmen."

"Gasversorgung stabil"

Die Bundesnetzagentur erklärte, die Gasversorgung in Deutschland sei stabil. "Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung nach aktuellem Erkenntnisstand weiterhin als gering ein."

Sebastian Heinermann, Geschäftsführer des Branchenverbands Initiative Energien Speichern, sprach von einem "ernstzunehmenden Warnsignal", dass die Füllstandsvorgaben zum 1. November nicht erreicht werden. "Deutschland startet mit geringeren Sicherheitsreserven in die Heizperiode. Damit wächst die Verwundbarkeit der Gasversorgung, insbesondere bei außergewöhnlich niedrigen Temperaturen oder zusätzlichen Störungen der Gasimporte."/hoe/DP/zb