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Ministerin Prien: Stimmen der Jugendlichen werden gehört

01.11.2026
um 14:48 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesbildungsministerin Karin Prien verurteilt die Krawalle nach Jugendprotesten in mehreren Städten, will wichtige inhaltliche Fragen aber ausdrücklich aufgreifen. Die CDU-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Dass Gewaltbereite an einigen Orten die Demonstrationen regelrecht gekapert haben, verstellt den Blick auf die eigentlichen Anliegen der jungen Generation." Dies bedauere sie besonders. Der überwiegende Teil sei friedlich auf die Straße gegangen. "Deren Stimmen höre ich, mit denen will ich tiefer ins Gespräch kommen."

Prien betonte: "Die Anliegen der Jugendlichen sind berechtigt und überaus relevant." Damit genügend Geld für dringend benötigte Investitionen in Bildung und die künftige Generation bereitstehe, müssten Reformen bei Rente, Pflege und Gesundheit unbedingt umgesetzt werden. "Wir müssen Bildung dauerhaft zur gesamtgesellschaftlichen Priorität Nummer eins in unserem Land machen."

Pläne zu Kitas und Schulen

"Nach wie vor hängt der Bildungserfolg in Deutschland viel zu sehr von der Herkunft ab", sagte die CDU-Politikerin. Sie wies unter anderem auf Pläne zu verbindlichen Sprachtests für Kitas in herausfordernden Lagen hin, damit alle Kinder mit gleich guten Voraussetzungen in die Schule starten könnten. Bund und Länder investierten auch gezielt in Schulen in sozial benachteiligten Lagen.

Prien sagte, sie sei für die neue Woche mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesschülerkonferenz zum Austausch verabredet, ebenso mit der Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern. Auch mit Stiftungen, die sich im Bereich der Bildung engagierten, stehe sie im Austausch. Im Dezember stehe dann ein großer nationaler Kinder- und Jugendgipfel an.

Massive Gewalt nicht zu dulden

Nach friedlichen Demonstrationen Zehntausender junger Menschen hatte es am Samstagabend vor allem in Frankfurt am Main und Köln Ausschreitungen gegeben. Prien sagte: "Die massive Gewalt, zu der es in einigen Städten kam, verurteile ich aufs Schärfste. Das können wir nicht dulden."/sam/DP/zb