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ROUNDUP: 18 Tote bei Luftangriff nahe Saporischschja

02.11.2026
um 18:53 Uhr

KIEW (dpa-AFX) - Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach ersten Angaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram sowie auf der Plattform X mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde nach weiteren Opfern gesucht.

Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements. "Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten", schrieb der Präsident. Nach der humanitären Aktion von Oleschky in der Vorwoche habe es einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können. "Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben - Russland zählt auf weitere Morde", schrieb der Staatschef. Er forderte eine weltweite "starke und harte" Reaktion.

Die Siedlung wurde demnach mehrfach bombardiert. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden. Eine schlug Selenskyj zufolge direkt in einem Luftschutzkeller ein. Komyschuwacha befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und ist gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Region Saporischschja regelmäßig Ziel von Gleitbombenangriffen

Die frontnahe Region Saporischschja ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer vor allem Luftangriffe. Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden 23 Menschen getötet, darunter vier Minderjährige. Selenskyj erhob danach Vorwürfe gegen Moskau.

Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben galten auch immer wieder Lagergebäuden in der Region. Gleitbomben spielen dabei eine große Rolle. Sie werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann per Satellitennavigation ins Ziel.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion./ast/DP/men