Reuters

FT - Deutsche Bank hat im Danske-Skandal 31 Mrd Euro mehr abgewickelt

06.12.2018
um 15:41 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Die Deutsche Bank hat einem Zeitungsbericht zufolge im Geldwäscheskandal der Danske Bank eine größere Rolle gespielt als bislang bekannt.

Das Geldhaus habe weitere 31 Milliarden Euro an Zahlungen abgewickelt, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf ein internes Dokument. Damit seien vier Fünftel der verdächtigen Gelder über die Deutsche Bank geflossen. Bislang war bekannt, dass die Deutsche Bank als sogenannte Korrespondenzbank 150 Milliarden Dollar an verdächtigen Geldern abgewickelt hat. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Er bekräftigte die Ansicht der Bank, dass für die Überprüfung der Kunden die Danske Bank und nicht die Deutsche Bank zuständig gewesen sei.

Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke sagte dem Sender CNBC in einem Interview, nach der Razzia in der vergangenen Woche wegen der "Panama Papers" hätten Kunden kaum Gelder abgezogen. Der Aktienkurs, der am Donnerstag erneut auf ein Rekordtief fiel, bereite ihm aber schon etwas Sorge. Die in den Fall verwickelte Tochter auf den den Britischen Jungferninseln habe die Bank Anfang des Jahres verkauft. Sie habe nur Erträge und Gewinne von wenigen Millionen gemacht. Er deutete an, dass die Bank nach der Razzia für den Fall keine Rückstellungen gebildet hat. "Bislang sind wir uns keines Fehlverhaltens bewusst", sagte von Moltke dem Sender.

Deutsche Bank AG

WKN 514000 ISIN DE0005140008