Reuters

Softwarehaus Teamviewer bleibt auf Wachstumskurs

04.05.2021
um 08:47 Uhr

Berlin (Reuters) - Das schwäbische Softwarehaus Teamviewer bleibt auch nach dem Boom zu Beginn der Corona-Krise auf Wachstumskurs.

Im ersten Quartal legten die abgerechneten Umsätze (Billings) währungsbereinigt um 26 Prozent auf 146,6 Millionen Euro zu, wie Teamviewer am Dienstag mitteilte. Dies lag leicht über den Erwartungen von Analysten. "Das ist ein außerordentlich gutes Ergebnis und zeigt, dass das, was wir verkaufen, gebraucht wird", sagte Firmenchef Oliver Steil der Nachrichtenagentur Reuters. Im vergangenen Jahr lag das Plus bei den Billings im Jahresschnitt noch bei 44 Prozent.

Im Gesamtjahr sollen die Billings des Anbieters von Fernwartungssoftware zwischen 585 und 605 Millionen Euro liegen, was einem Plus von rund 27 bis 31 Prozent zum Vorjahr entsprechen würde. "Das Wachstum kommt zum einen dadurch, dass wir inzwischen mehr Lösungen anbieten und auch weiterhin Neukunden gewinnen", sagte Steil. Teamviewer hat in den vergangenen zwölf Monaten drei kleinere Übernahmen gestemmt und damit unter anderem seine Anwendungen für virtuelle Realitäten ausgebaut.

Schlagzeilen machten jedoch vor allem zwei Sportsponsoring-Verträgen. Zum einen hat sich das Unternehmen einen Platz auf den Trikots des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United gesichert und zum anderen auf den Formel-Eins-Wagen von Mercedes. "Das wird sich auszahlen", sagte Steil. "Wenn wir unsere Anwendungsfälle im Sportbereich zeigen können, sind das große Würfe, die uns nach vorn bringen." Somit müsse Teamviewer nicht in jedem Land und Medium einzeln Werbung machen.

Das krachend geplatzte Fußball-Projekt einer europäischen Super League, an dem sich ursprünglich auch Manchester United beteiligen wollte, bezeichnete Steil als "nicht optimal". Allerdings beginge die Partnerschaft mit Teamviewer erst in der neuen Saison. Es gebe inzwischen viele Gespräche mit Fans, um die Lage zu beruhigen, sagte Steil.

Wegen der Sponsoring-Verträge macht Teamviewer zumindest in diesem Jahr Abstriche bei den Ergebnisprognosen und rechnet mit einer bereinigten Ebitda-Marge zwischen 49 und 51 Prozent statt zuvor 55 bis 57 Prozent. Im ersten Quartal kletterte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um 22 Prozent auf 90 Millionen Euro.

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