Reuters

ProSieben verkauft Sex-Online-Shop Amorelie an EQOM-Gruppe

01.10.2021
um 11:57 Uhr

Berlin (Reuters) - ProSiebenSat.1 setzt seine Verkaufstour fort und trennt sich von weiteren Firmen, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählen.

Die Beteiligungs-Tochter NuCom verkauft rund 98 Prozent am Erotik-Onlineportal Amorelie an die niederländische EQOM-Gruppe, wie der Fernsehkonzern am Freitag mitteilte. EQOM sei einer der "größten Akteure auf dem Markt für Sexual-Wellness in Europa" und übernehme auch die restlichen rund zwei Prozent der Gründerin Lea-Sophie Cramer. ProSieben sei für die weitere Internationalisierung nicht mehr der beste Eigentümer. Ein Preis wurde nicht genannt. Allerdings hatte ProSieben Amorelie 2018 mit rund 92 Millionen Euro bewertet, als die Bayern ihren Anteil auf knapp 98 Prozent erhöhten und 21 Millionen Euro für 22,8 Prozent zahlten.

Amorelie wurde 2013 in Berlin gegründet, ProSieben stieg 2014 ein. Das Unternehmen ist neben Deutschland auch in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Belgien vertreten. "Wir setzen nun unser aktives Portfolio-Management fort, zu dem Zukäufe ebenso wie Verkäufe zählen – insbesondere, wenn der Beitrag von ProSiebenSat.1 zum nächsten Entwicklungsschritt begrenzt ist", sagte NuCom-Chef Friedrich Thoma. Amorelie-Chefin Claire Midwood erklärte, nach dem Fokus auf die DACH-Region Deutschland, Österreich und Schweiz wolle man sich jetzt verstärkt auf neue Märkte in Europa konzentrieren. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der EQOM Group und künftige Wachstumschancen."

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