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13.03.2026
um 08:08 Uhr

APA ots news: Allianz: Globaler Social Resilience Index steigt - Österreich behauptet Spitzenplatz

Wien (APA-ots) - - Globale Ergebnisse zum dritten Mal in Folge leicht
verbessert

- Anhaltender Vorsprung hochentwickelter Volkswirtschaften,
zunehmende Fragilität in Teilen der Schwellenländer und wachsende
Bedeutung institutioneller Stabilität

- Stabile Bewertung für Österreich trotz globaler Unsicherheiten (
Platz 7 von 171 weltweit, SRI-Wert: 78,7 Punkte)

- Sozialer Zusammenhalt, starke Institutionen und solide
Rahmenbedingungen trotz konjunktureller Abkühlung

- Österreich nicht von der "Middle-Resilience Trap" betroffen

Der Allianz Social Resilience Index (SRI) bewertet die
strukturelle Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern gegenüber sozialen,
politischen und wirtschaftlichen Schocks. Der globale SRI-Wert stieg
2025 von 47,4 auf 47,9 Punkte und verbessert sich damit zum dritten
Mal in Folge. Diese Entwicklung wird getragen von geringerer
importierter Inflation in vielen asiatischen Volkswirtschaften,
stabileren Währungen sowie einer spürbaren Stärkung der staatlichen
Institutionen in Asien und Teilen Zentral- und Osteuropas. An der
Spitze des globalen Rankings stehen erneut die nordischen Länder:
Finnland (84,3 Punkte), Dänemark (83,8 Punkte) und Island (81,4
Punkte).

Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Polarisierung: Während
einige Länder ihre institutionellen Kapazitäten stärken, verlieren
andere an sozialer Kohäsion oder geraten durch geopolitische
Belastungen unter Druck. Eine neue Herausforderung für die soziale
Resilienz könnte der erneute Energiepreisschock infolge der
Eskalation des Konflikts im Nahen Osten darstellen. Europa ist
aufgrund seiner stärkeren Abhängigkeit von Energieimporten
strukturell stärker exponiert als die USA. Besonders anfällig sind
jedoch Schwellenländer mit geringerer Resilienz und begrenzten
fiskalischen Spielräumen. Länder wie Vietnam, Thailand, Marokko,
Tunesien oder Malaysia weisen eine geringe Resilienz und eine hohe
Abhängigkeit von Lebensmittel- und Energieimporten auf und sind daher
besonders anfällig für steigende Energiepreise.

Zwtl.: Österreich: Stabile Spitzenposition trotz globaler
Unsicherheiten

Österreich zählt auch im diesjährigen Social Resilience Index zu
den widerstandsfähigsten Ländern der Welt, liegt mit 78,7 Punkten
erneut Platz 7 unter 171 Staaten und bestätigt damit die Rolle als
eine der stabilsten und resilientesten Volkswirtschaften in Europa.
Der minimale Rückgang von 0,2 Punkten im Vergleich zu 2024 bedeutet
keine Veränderung des strukturell hohen Niveaus der sozialen und
institutionellen Belastbarkeit.

Der Allianz Report hebt insbesondere Österreichs starke
institutionelle Qualität hervor - ein Faktor, der im internationalen
Kontext zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die hohe Effektivität
staatlicher Strukturen, das Vertrauen in Rechtsstaatlichkeit sowie
niedrige Korruptionswahrnehmung unterstützen die politische
Stabilität und wirken dämpfend auf gesellschaftliche
Spannungssituationen.

Von zentraler Bedeutung sind Österreichs ausgebaute soziale
Sicherungssysteme: Das Gesundheits-, Bildungs- und Pensionssystem
sowie vielfältige einkommens- und beschäftigungsbezogene
Unterstützungsmechanismen tragen dazu bei, externe Schocks - wie
beispielsweise geopolitisch bedingte Energiepreissteigerungen -
abzufedern und breite gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Im
europäischen Vergleich zählt Österreich weiterhin zu jenen Ländern,
die selbst bei erhöhtem externem Preisdruck durch soziale Transfers
und automatische Stabilisatoren eine spürbare Entlastung erreichen
können.

Auch die ökonomische und fiskalische Resilienz bleibt solide:
Eine relativ stabile Währungssituation, eine belastbare öffentliche
Einnahmenbasis und fiskalische Handlungsspielräume sichern Österreich
die Fähigkeit, in Krisenphasen aktiv zu stabilisieren. Zwar ist
Europa laut Allianz Research insgesamt stärker von
Energiepreisrisiken betroffen als die USA, dennoch wirkt Österreichs
sozialstaatliche Architektur als verlässlicher Puffer gegen daraus
resultierende soziale Spannungen.

"Die Ergebnisse des Social Resilience Index zeigen klar, wie
zentral starke Institutionen, soziale Kohäsion und verlässliche
Governance für stabile Gesellschaften sind. Österreich gehört mit
Platz 7 weiterhin zu den widerstandsfähigsten Ländern weltweit - ein
Standortvorteil, der in Zeiten geopolitischer Unsicherheit kaum hoch
genug bewertet werden kann. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich,
dass Resilienz keine Selbstverständlichkeit ist. Wir müssen gezielt
in gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung, Digitalisierung und die
Transformation des Wirtschaftsstandorts investieren, um auch in
Zukunft stabil zu bleiben", so Daniel Mati, CEO der Allianz
Österreich .

Zwtl.: "Middle-Resilience Trap" als strukturelles Risiko

Die sogenannte "Middle-Resilience Trap" beschreibt einen Cluster
von Ländern, die bei einer Resilienz von 65-70 stagnieren und dadurch
stärker zu politischer Polarisierung, Reformstau und sozialen
Konflikten neigen. Sie befinden sich damit strukturell in einem
Zwischenzustand, der weder ausreichend niedrig ist, um externe
Unterstützung oder tiefgreifende Reformen zu erzwingen, noch hoch
genug, um langfristige politische und gesellschaftliche Stabilität zu
gewährleisten.

Zu diesen Ländern zählen unter anderem Tschechien, Ungarn,
Italien, die USA und Japan, die - trotz teils hoher materieller
Lebensstandards - eine wachsende Diskrepanz zwischen wirtschaftlichem
Wohlstand und institutioneller Leistungsfähigkeit aufweisen. Die
Allianz Studie zeigt, dass diese Stagnation mit zunehmender
politischer Polarisierung, Reformblockaden, einer geringeren
Vorhersehbarkeit von Politikprozessen sowie einer Erosion des
Vertrauens in staatliche Institutionen einhergeht.

In Ländern, die in der "Middle-Resilience Trap verharren,
verschärfen sich diese Dynamiken meist über mehrere Jahre hinweg:
Zwischen 2020 und 2025 fanden etwa 70 % aller globalen Streiks,
Proteste und Unruhen in genau dieser Ländergruppe statt - ein
deutliches Zeichen für latente gesellschaftliche Spannungen, die
nicht ausreichend durch institutionelle oder soziale Puffer
aufgefangen werden. Während wirtschaftliche Kennzahlen in diesen
Staaten oft noch solide erscheinen, drohen langfristig zunehmende
gesellschaftliche Konflikte, da die politische Handlungsfähigkeit
schrittweise erodiert.

Österreich liegt deutlich oberhalb dieses Bereichs und zählt
damit weiterhin zu den hochresilienten Staaten mit stabiler
langfristiger Perspektive.

Zur Studie

Der Allianz Social Resilience Index (SRI) bewertet die
strukturelle Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern anhand von zwölf
wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und externen
Indikatoren. Er zeigt, wie gut Staaten in der Lage sind, soziale,
politische und ökonomische Schocks abzufedern und langfristige
Stabilität zu sichern. Die jährlich veröffentlichte Studie dient
Wirtschaft, Politik und Investoren als Frühindikator für
gesellschaftliche Spannungen und potenzielle Risikoentwicklungen.

Den vollständigen Bericht zum Download finden Sie hier .

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Allianz Österreich
Dr. Thomas Gimesi
Telefon: +43 676 878 222 914
E-Mail: presse@allianz.at
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