NEW YORK (dpa-AFX) - Inflationssorgen haben die New Yorker Börsen am Mittwoch nach zuletzt zwei Erholungstagen wieder eingeholt. Neben den anhaltenden Angriffen im Iran-Krieg und dem davon angetriebenen Ölpreis wurden auch die bekannt gegebenen Erzeugerpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed im Rahmen des Zinsentscheids zur Belastung. Anleger reduzierten allgemein ihre Zinssenkungserwartungen.
Der Dow Jones Industrial
Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte WTI näherte sich am Mittwoch wieder der 100-Dollar-Marke, weil der Iran nach einem Angriff auf seine Gasanlagen mit Gegenschlägen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar drohte. Neben steigenden Gas- und Ölpreisen wurden die Inflationssorgen auch wegen der Erzeugerpreise größer, die überraschend deutlich zulegten. Notenbankchef Jerome Powell konnte die Sorgen dann nicht mildern.
Während die jüngsten Prognosen der US-Notenbank Fed für dieses Jahr noch eine Zinssenkung vorhersagen, warnte Powell davor, dass diese ohne Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation ausbleiben könnte. "Die Eskalation der Lage in Nahost macht es sehr unwahrscheinlich, dass die Fed in 2026 die Leitzinsen senken wird", warnte der Chefökonom Michael Heise von HQ Trust. Vor Kriegsbeginn war noch mit zwei Senkungen im späteren Jahresverlauf gerechnet worden.
Unter den Einzelwerten wurden Gewinner an den US-Börsen im Tagesverlauf seltener. Eine positive Ausnahme im Dow waren die Titel des Ölkonzerns Chevron
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