NEW YORK (dpa-AFX) - An den New Yorker Aktienmärkten hat sich die Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten am Donnerstag etwas gemäßigter gezeigt als zuvor in anderen Weltregionen. Kursverluste zeugten zwar auch in den USA von einer gewissen Nervosität, sie wurden aber zum Ende hin kleiner mit dem Ölpreis, der auch etwas von seinem hohen Niveau zurückkam. In Europa und Asien war die Beunruhigung größer gewesen, weil die Länder dort deutlicher von Öl- und Gasimporten abhängig sind.
Der Dow Jones Industrial
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Deshalb und wegen angedrohter US-Vergeltung wuchs im Tagesverlauf unter Anlegern die Sorge, dass aus einem geopolitischen Krieg zunehmend ein Energiekrieg wird. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent näherte sich am Vormittag zeitweise wieder der 120-Dollar-Marke, kam aber dann wieder auf gut 107 Dollar zurück.
Das Risiko einer Energiekrise - ähnlich wie 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine - ist laut einem Kommentar des LBBW-Strategen Frank Klumpp gewachsen. Historische Vergleiche zeigten, dass Börsenkorrekturen bei Terror- und Kriegsereignissen zumeist einige Monate andauerten, ehe eine Erholung einsetzt. Eine defensive Positionierung sei weiterhin angebracht.
Die Aktien von Micron Technology
Auffällig waren Bergbau- und Metallaktien, die unter sinkenden Preisen für ihre Materialien litten. Weil die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen nicht nur die Gold- und Silberpreise deutlich, sondern auch die Preise von Industriemetallen. Aktien des Goldproduzenten Newmont Mining
Bei den in New York gehandelten Anteilsscheinen von Alibaba
Es gab aber auch positive Ausnahmen, wozu die Aktien von Align Technology
Nach Monaten der Schwäche ist bei den Accenture-Aktien
Kursgewinne von 3,8 Prozent gab es zudem für die Rivian-Aktionäre