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Aktien New York: Neue Hoffnung auf US-Iran-Abkommen stützt

13.04.2026
um 20:10 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den am Wochenende zunächst gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran keimt am Montag wieder etwas Hoffnung auf. Dies stützt den US-Aktienmarkt, der seine frühen Verluste abschüttelte. Im Techsektor gab es Gewinne, wie der Nasdaq 100 mit plus 0,50 Prozent auf 25.242 Punkte zeigte. Microsoft waren unter den Magnificent 7 der stärkste Wert mit einem Aufschlag von fast 3 Prozent.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,42 Prozent auf 6.845 Zähler hinauf. Standardwerte hinkten hinterher. Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte knapp im Plus bei 47.927 Punkten.

Kursverluste von 2,5 Prozent für Goldman Sachs nach den Quartalszahlen der US-Investmentbank trübten das Bild etwas. Der Finanzkonzern erzielte im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnsprung. Analysten bemängelten aber das schwache Abschneiden im Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen.

Nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump haben sich die Iraner nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran bei den USA gemeldet. "Sie wollen einen Deal machen", so Trump. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Die Diplomatie ist noch nicht tot", sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur.

In Reaktion auf die erst einmal abgebrochenen Nahost-Gespräche hatte US-Präsident Trump zuvor eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt, die seit diesem Montag 16 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in Kraft sein soll. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Entsprechend legten zu Wochenbeginn die Ölpreise wieder zu - und schoben Papiere von Ölkonzernen teilweise an: Chevron gewannen mehr als 1 Prozent und profitierten dabei auch von Nachrichten zum Ausbau der Geschäftstätigkeit in Venezuela. ConocoPhillips legten moderat zu, ExxonMobil standen indes knapp im Minus.

Aktien von Fluggesellschaften wie United Airlines , American Airlines , Delta Air Lines und Southwest rutschten wegen steigender Treibstoffkosten im Zuge der hohen Ölpreise um bis zu 1,5 Prozent ab./ajx/he

Infront USA 500 (all day)

WKN A0AET0 ISIN US78378X1072

Infront USA Industrial (all day)

WKN 969420 ISIN US2605661048

Infront USA Tec 100 (all day)

WKN A0AE1X ISIN US6311011026