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HERMLE im 1. Halbjahr 2026 dynamischer als erwartet
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EQS-News: Maschinenfabrik Berthold Hermle Aktiengesellschaft /
Schlagwort(e): Halbjahresbericht
HERMLE im 1. Halbjahr 2026 dynamischer als erwartet
31.08.2026 / 07:30 CET/CEST
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HERMLE im 1. Halbjahr 2026 dynamischer als erwartet
Auftragseingang steigt um 16 % auf 274 Mio. Euro
Konzernumsatz nimmt um 8 % auf 239 Mio. Euro zu
Betriebsergebnis erhöht sich von 15,3 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro
Im Gesamtjahr scheint oberes Ende der Prognosespanne erreichbar
Gosheim, 31. August 2026 - Die Geschäfte der Maschinenfabrik Berthold HERMLE
AG entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2026 erfreulich dynamisch
und etwas besser als erwartet. Der schwäbische Werkzeugmaschinen- und
Automationsspezialist verzeichnete nicht nur eine anhaltend hohe Nachfrage
aus Zukunftsbranchen wie der Chipindustrie oder der Luft- und Raumfahrt
sowie aus dem Verteidigungsbereich, sondern auch eine gewisse Sockelbildung
auf breiter Basis. Außerdem profitierte das Unternehmen von größeren
Einzelprojekten und Bestellungen aus dem Start-up-Bereich.
Konzernweit erhöhte sich der HERMLE-Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16,1 % auf 273,9 Mio. Euro
(Vj. 235,9 Mio. Euro). Die neuen Inlandsbestellungen nahmen um 11,3 % auf
76,1 Mio. Euro zu (Vj. 68,4 Mio. Euro), der ausländische Auftragseingang
stieg um 18,1 % auf 197,8 Mio. Euro (Vj. 167,5 Mio. Euro). Am 30. Juni 2026
lag der Auftragsbestand im HERMLE-Konzern bei 125,3 Mio. Euro gegenüber
113,1 Mio. Euro am Vorjahresstichtag und 90,6 Mio. Euro per Ende 2025.
Gestützt auf den hohen Bestelleingang vergrößerte sich der
HERMLE-Konzernumsatz
von Anfang Januar bis Ende Juni 2026 um 7,9 % auf 239,2 Mio. Euro (Vj. 221,6
Mio. Euro). Im Inland legte das Geschäftsvolumen um 11,1 % auf 65,8 Mio.
Euro zu (Vj. 59,2 Mio. Euro) und im Ausland um 6,8 % auf 173,4 Mio. Euro
(Vj. 162,4 Mio. Euro). In den USA ergab sich unter anderem durch
weitergegebene Zölle nominal erneut ein überdurchschnittlicher Anstieg.
Konzernweit errechnet sich eine Exportquote von 72,5 % (Vj. 73,3 %).
Durch die gute Nachfrage und die rasche Bearbeitung der Bestellungen waren
die HERMLE-Kapazitäten im ersten Halbjahr 2026 deutlich besser ausgelastet
als im Vergleichszeitraum 2025. Weitere ergebnissteigernde Impulse
resultierten aus dem Abschluss besonders ertragreicher Einzelprojekte,
Verschiebungen im Produktmix, günstigen Wechselkurseinflüssen sowie einem
Sondereffekt durch die Auflösung von Risikovorsorge im Zusammenhang mit
Kundenaufträgen aus dem Start-up-Bereich. Diese Faktoren kompensierten die
zunehmenden Belastungen aus steigenden Personalkosten und bürokratischem
Aufwand. In Summe erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) des
HERMLE-Konzerns in den ersten sechs Monaten 2026 auf 25,6 Mio. Euro (Vj.
15,3 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern legte von 16,7 Mio. Euro auf 26,2
Mio. Euro zu, woraus sich eine verbesserte Bruttoumsatzmarge von 11,0 %
errechnet (Vj. 7,5 %). Der Periodenüberschuss stieg von 11,8 Mio. Euro auf
18,8 Mio. Euro.
Nach dem etwas über den Erwartungen liegenden Verlauf in den ersten sechs
Monaten wird sich die Wachstumsdynamik bei HERMLE in der zweiten
Jahreshälfte 2026 voraussichtlich abschwächen. Ursächlich dafür ist zum
einen ein Basiseffekt, da die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2025 bereits
sehr gut war. Zum anderen wurde die Dynamik in der Berichtsperiode von der
starken Nachfrage aus neuen Industrien und von Kunden mit Start-up-Charakter
geprägt, sodass nicht automatisch von einer Fortsetzung der erfreulichen
Bestelltätigkeit ausgegangen werden kann. Zudem sieht sich HERMLE wie die
gesamte deutsche Industrie weiterhin großen konjunkturellen und
geopolitischen Unwägbarkeiten gegenüber. Beim Ergebnis ist außerdem zu
berücksichtigen, dass die positiven Sondereffekte aus dem ersten Halbjahr
entfallen und wegen der handelspolitischen Spannungen unverändert mit
steigendem Materialaufwand und Währungsrisiken zu rechnen ist.
Dennoch ist das Unternehmen zuversichtlich, im Gesamtjahr 2026 das obere
Ende der zu Jahresanfang veröffentlichten Prognosespanne zu erreichen, also
ein Umsatzplus von rund 10 % und ein Konzernergebnis etwa auf
Vorjahresniveau. Das Negativszenario der Prognose erscheint inzwischen
zunehmend unwahrscheinlich, ist wegen der nach wie vor zahlreichen
potenziellen Belastungen unter anderem im Beschaffungsbereich aber nicht
auszuschließen.
Die Vermögens- und Finanzlage des HERMLE-Konzerns ist unverändert solide.
Zum 30. Juni 2026 wies das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von 71,7 %
(31.12.2025: 72,5 %) und liquide Mittel von 124,7 Mio. Euro (31.12.2025:
81,3 Mio. Euro) aus. Der operative Cashflow erhöhte sich in den ersten sechs
Monaten 2026 um 37,4 % auf 27,2 Mio. Euro (Vj. 19,8 Mio. Euro). Damit
konnten die deutlich auf 16,2 Mio. Euro (Vj. 9,2 Mio. Euro) gestiegenen
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wie bei HERMLE
üblich aus eigener Kraft finanziert werden. Das Unternehmen setzte das
Ausbau- und Modernisierungsprogramm für seine Standorte im Berichtszeitraum
fort. Den Schwerpunkt bildete der Bau eines neuen Technologie- und
Schulungszentrums am Firmensitz in Gosheim, das voraussichtlich im ersten
Quartal 2027 bezogen wird.
HERMLE beschäftigte am 30. Juni 2026 konzernweit 1.636 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter (30.6.2025: 1.607; 31.12.2025: 1.639). Der Zuwachs gegenüber dem
Vorjahresstichtag ergab sich hauptsächlich aus der Übernahme von
Auszubildenden und dual Studierenden mit erfolgreichem Abschluss sowie der
Neubesetzung der frei gewordenen Plätze. Dadurch erhöhte sich die Zahl der
in Ausbildung oder Studium befindlichen Nachwuchskräfte bei HERMLE von 111
auf 127 junge Menschen. Zudem gab es punktuelle Neueinstellungen in den
Bereichen Automation, Entwicklung, IT, Auslandsservice sowie - zur
Bewältigung des zunehmenden bürokratischen Aufwands - in der Verwaltung.
Im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit von HERMLE stand im
Berichtszeitraum die Vertiefung und Verbreiterung der Komplettbearbeitungs-
und Automationskompetenz. Auf der wichtigen Branchenfachmesse AMB in
Stuttgart präsentiert das Unternehmen im September 2026 zwei
Produktneuheiten in diesen Bereichen: das hochintegrierte
Komplettbearbeitungszentrum C 22 MT und das Robotersystem RS 1 GEN2. Mit
derartigen Innovationen schafft HERMLE Potenziale für konjunkturunabhängiges
organisches Wachstum. Darüber hinaus ist mittelfristig unverändert von einem
intakten Bedarf an hocheffizienten, -präzisen und -dynamischen
Bearbeitungszentren und Automationslösungen auszugehen. Diesen will das
Unternehmen auch in Zukunft durch konsequent hohe Anwenderorientierung und
die Erschließung zusätzlicher wachstumsstarker Branchen und Regionen für
sich nutzen.
Die Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG ist einer der weltweit führenden
Anbieter von hochwertigen Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren sowie von
kompletten Automationslösungen aus einer Hand. 2025 erzielte das Unternehmen
einen Konzernumsatz von 491,9 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von 69,2
Mio. Euro. HERMLE-Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme kommen aufgrund
ihrer hohen Qualität und Präzision in Hightech-Branchen wie dem
Maschinenbau, der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Elektronik- und
Chipindustrie, optischen Industrie, Energietechnik, dem Werkzeug- und
Formenbau und der Automobilindustrie sowie deren Zulieferindustrien zum
Einsatz. HERMLE-Aktien werden im Regulierten Markt der Börsen Stuttgart und
Frankfurt am Main gehandelt.
Medienkontakt: Redaktionsbüro tik GmbH, Gabriele Rechinger, T 0911 988 170
72, E-Mail: info@tik-online.de
Bildmaterial: Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG, Abteilung Marketing,
E-Mail: marketing@hermle.de
Den kompletten Halbjahresfinanzbericht können Sie auf der Website unter
https://www.hermle.de/de/unternehmen-karriere/investor-relations/finanzberichte/zwischenberichte/
abrufen.
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