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Stadtwerke-Verband will mehr Möglichkeiten für Schutz von Stromnetzen

16.09.2026
um 11:30 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Der Stadtwerkeverband VKU fordert mehr Möglichkeiten für einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur vor Sabotage. Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing sagte beim VKU-Kongress in Berlin: "Wir könnten auch mehr tun, wenn wir denn dürften." Datenschutz und andere Restriktionen hinderten Stadtwerke zum Beispiel an der Videoüberwachung von Einrichtungen. Die Resilienz müsse erhöht werden, um nach erfolgreichen Attacken schneller wieder in den Normalbetrieb zu kommen. Es müsse mehr Vorsorge betrieben werden.

Eine hundertprozentige Sicherheit werde es nicht geben, sagte Liebing vom Verband kommunaler Unternehmen. Es gebe in Deutschland rund 250 Umspannwerke und rund 130.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungsleitungen. Man werde nicht überall einen Polizisten hinstellen können.

Auch RWE -Chef Markus Krebber hatte nach einer Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur gefordert. Krebber kritisierte zum Beispiel Transparenzgesetze, die die kritische Infrastruktur öffentlich machten.

Nach der Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz hatte die Polizei einen verdächtigen 48-Jährigen festgenommen. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren - in einigen Fällen soll ihm das gelungen sein.

Unter kritischer Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport und Verkehr./hoe/DP/men

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