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EQS-News: Crédit Mutuel Asset Management: "Goldene Zukunft?" (deutsch)

02.10.2026
um 08:45 Uhr

Crédit Mutuel Asset Management: "Goldene Zukunft?"

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EQS-Media / 02.10.2026 / 08:45 CET/CEST

Goldene Zukunft?

Fertiggestellt am 24. September 2026

Von Charlotte Peuron, Portfoliomanagerin Thematic Equities, Crédit Mutuel
Asset Management

* Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld sorgt für Schwankungen beim
Goldpreis - dies dürfte vorerst so bleiben.

* Trotz der Schwankungen und der erwarteten Zinserhöhungen sind die
Fundamentaldaten für Gold weiterhin solide.

* Goldminenunternehmen erzielen gute Margen, sodass sie Kapital an ihre
Aktionäre zurückführen können.

1. Gold und Zentralbanken: Wie werden die Zinserwartungen nach der
Volatilität von 2025 und 2026 die weitere Goldentwicklung beeinflussen?

Zinserhöhungen durch die Zentralbanken und Schwankungen der langfristigen
Zinssätze sorgen für Volatilität beim Goldpreis. Kurzfristig steigen die
langfristigen Renditen in den USA schneller als die Inflationserwartungen,
was zu einem Anstieg der Realzinsen führt. Dieses Umfeld ist für Gold
ungünstig, da Anleger sich dann attraktiveren renditeträchtigen Anlagen
zuwenden. Zinserhöhungen, insbesondere durch die Fed, wurden vom Markt im
September bereits weitgehend eingepreist, was die jüngste Korrektur erklärt.
Auch der US-Dollar spielt kurzfristig eine Rolle, und seine Volatilität
belastet derzeit den Goldpreis. Angesichts der Finanzindikatoren, der
Eskalation des Nahost- und des Ukraine-Konflikts, ihrer Auswirkungen auf die
Energiepreise sowie der bevorstehenden US-Zwischenwahlen gehen wir davon
aus, dass diese Volatilität in den kommenden Monaten anhalten dürfte.

2. Gewinnmargen der Goldminenunternehmen: Der Goldpreis steigt, doch
Energiepreise und geopolitische Entwicklungen belasten die Produzenten.
Welche Faktoren sind mittelfristig wirklich entscheidend?

Seit Anfang 2026 liegt der durchschnittliche Goldpreis bei 4.555 US-Dollar
pro Unze (Stand: 18. September 2026). Das entspricht einem Anstieg um 1.113
US-Dollar pro Unze gegenüber dem Durchschnittspreis von 3.442 US-Dollar pro
Unze im Jahr 2025. Zwar sehen sich Bergbauunternehmen mit höheren Kosten
aufgrund der Energiepreise konfrontiert (Energie macht 10-20 % der
Betriebskosten von Goldminen aus), doch werden diese durch den gestiegenen
Goldpreis ausgeglichen. Was die Produzenten derzeit am meisten belastet,
sind die Lizenzgebühren, die an den Goldpreis gekoppelt sind. Da die
Gesamtkosten pro produzierter Unze derzeit bei etwa 1.800 US-Dollar liegen,
sind die Margen für die Produzenten nach wie vor sehr günstig.

Dennoch bleiben wir wachsam gegenüber einer möglichen übermäßigen Zuversicht
seitens der Unternehmen, die zu Überinvestitionen oder zu teuer bezahlten
Fusionen und Übernahmen führen könnte. Beides könnte sich im Falle einer
abrupten Umkehr des Goldpreises als nachteilig erweisen, auch wenn dies zum
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht unser zentrales Szenario ist. Vorsicht ist
geboten: Ein Bergbau-Asset ist eine langfristige Investition, deren
Rahmenbedingungen sich erheblich und rasch ändern können, wie die aktuelle
Phase verdeutlicht.

3. Dividenden vs. CapEx [1]: Welches Gleichgewicht herrscht heute zwischen
Aktionärsrenditen im Bergbausektor und langfristigen
Investitionsausgaben?

In der Vergangenheit haben Goldminenunternehmen, sobald ihre Investitionen
finanziert waren, Kapital in Form von Dividenden an die Aktionäre
ausgeschüttet. Die Anleger standen den übermäßigen Investitionen im
vergangenen Konjunkturzyklus äußerst kritisch gegenüber. Infolgedessen legen
diese Unternehmen nun bei der Kapitalallokation weitaus mehr Disziplin an
den Tag.

Bei den großen Unternehmen [2] (Newmont, Agnico Eagle Mines usw.) entfielen
2025 fast 36 % der Kapitalallokation auf die Aktionärsrendite. Dies war vor
allem auf den starken Anstieg der Aktienrückkäufe zurückzuführen, die fast
18 % ausmachten, während die Investitionsausgaben weniger als 50 % betrugen.
Nachdem diese Unternehmen zwischen 2021 und 2024 massiv investiert hatten,
profitieren sie seit dem vergangenen Jahr von den Früchten dieser
Investitionen.

In jüngster Zeit haben mittelständische Unternehmen wie Torex Gold Resources
und DPM Metals Aktienrückkaufprogramme aufgelegt, obwohl sie ihren
Aktionären bislang nur geringe Kapitalrückflüsse gewährt hatten. Dank ihrer
in Betrieb befindlichen Minen erwirtschaften diese Unternehmen nun einen
beträchtlichen Cashflow, der es ihnen ermöglicht, sowohl ihre weitere
Entwicklung zu finanzieren als auch ihre Aktionäre zu belohnen.

4. Assetallokation: Welche Rolle sollten Edelmetalle heute spielen? Welche
Trade-Offs sollten Ihrer Meinung nach zwischen physischem Gold und
Bergbauaktien eingegangen werden, um von diesem Thema zu profitieren?

Angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Risiken, der anhaltenden
Abwertung des US-Dollars und der Anhäufung massiver Staatsschulden - wie das
Beispiel der USA zeigt, deren Verschuldung mittlerweile 40 Billionen
US-Dollar erreicht hat - haben Anleger ihre Portfolios diversifiziert und
wieder auf Gold als Anlagethema zurückgekommen. Gold ist in der Tat ein
geeignetes Diversifizierungsinstrument, das entweder direkt (in physischer
oder finanzieller Form) oder über Bergbauunternehmen zugänglich ist.

Trotz kurzfristiger Volatilität aufgrund von Zinsschwankungen und
geldpolitischen Erwartungen bleiben die langfristigen Fundamentaldaten für
Gold solide (Schmuck, Investitionen, Käufe durch Zentralbanken usw.). Da
Gold jedoch keine Rendite bietet, verliert es in Phasen steigender Zinsen an
Attraktivität. Im aktuellen Umfeld, in dem der Goldpreis über 4.000
US-Dollar pro Unze liegt, profitieren Bergbauunternehmen daher von einer
erheblichen operativen Hebelwirkung, die sie zum Teil an ihre Aktionäre
weitergeben.

Quelle: Crédit Mutuel Asset Management, 18.09.2026.

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[1] Investitionsausgaben

[2] Führende Produzenten im Sektor (Produktion > 1 Mio. Unzen)

Ende der Pressemitteilung

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