dpa-AFX Compact

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx zieht dank Ölpreisrückgang wieder an

02.10.2026
um 19:03 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Freitag wieder zugelegt und sich damit etwas von den deutlichen Verlusten am Vortag erholt. Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets verwies auf die wieder gesunkenen Ölpreise. Sie dämpften die Zins- und Inflationssorgen der Anleger ebenso wie der enttäuschend ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für September. In den USA gab es deutlich weniger neue Stellen als erwartet.

Der EuroStoxx 50 gewann 1,02 Prozent auf 6.238,50 Punkte, nachdem er Tags zuvor noch auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni abgesackt war. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 1,02 Prozent.

Außerhalb der Eurozone stieg der Schweizer Leitindex SMI am Freitag um 0,28 Prozent auf 13.660,92 Punkte. Der britische FTSE 100 ("Footsie") legte um 0,32 Prozent auf 10.461,95 Punkte zu.

Die nachgebenden Ölpreise überlagerten die weiter gestiegene Inflation im Euroraum. "Die Hoffnung, dass es zu wesentlich tieferen Preisniveaus bei den Rohölsorten kommen wird, treibt die europäischen Aktienmärkte am Freitag an", erklärte Lipkow.

Technologiewerte knüpften an die Stärke vom Vortag an und lagen mit einem Plus von 2,6 Prozent an der Spitze der Einzelsektoren. Der Subindex setzte damit seinen Mitte September begonnenen kurzfristigen Aufwärtstrend fort und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit September 2000.

Taktgeber waren dabei die Halbleiteraktien. So zogen die Aktien des Schwergewichts ASML um 3,5 Prozent an, und die Anteilsscheine von STMicroelectronics schnellten um 6,5 Prozent in die Höhe.

Zu Infineon , die an der EuroStoxx-Spitze sogar mit 8,8 Prozent Aufschlag herausstachen, hatte sich ein Experte des Investmenthauses Jefferies zuversichtlich geäußert. Das Unternehmen dürfte danach im kommenden Jahr von steigenden Preisen profitieren.

Unter den Autowerten sackten die Aktien von Volvo Car um mehr als sieben Prozent ab. Sie reagierten damit auf einen gesenkten Ausblick der Schweden. Die Analysten der US-Bank JPMorgan sprachen von einer erwartbaren Nachricht angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen.

In Zürich gewannen die Papiere von Julius Bär zwei Prozent. Die Privatbank will Aktien für bis zu 600 Millionen Franken zurückkaufen.

Heftig erwischte es dagegen einen Titel aus dem Segment der Broker. Aktien der britischen IG Group stürzten nach einem enttäuschenden Ausblick um fast 23 Prozent ab und waren damit das klare Schlusslicht im "Footsie"./la/men

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894