Reuters

Neue Bundeswehr-Fregatte F125 verzögert sich weiter

28.09.2018
um 13:06 Uhr

Berlin (Reuters) - Die Abnahme der neuen Fregatte F125 durch die Bundeswehr verzögert sich weiter.

Das erste Schiff der neuen Klasse, die "Baden-Württemberg", solle nun im ersten Halbjahr 2019 von der Industrie übernommen werden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin. Bislang war als Termin der September 2018 angepeilt worden. Konkrete Gründe für die erneute Verzögerung nannte der Sprecher nicht. Die Fregatte sei das komplexeste Waffensystem, das die Marine jemals gehabt habe. Anlaufschwierigkeiten seien da nicht auszuschließen. "Wir sehen nach wie vor die Industrie in der Pflicht, alle ausstehenden Leistungen nachzuweisen", erklärte der Sprecher.

Das Verteidigungsministerium hat insgesamt vier Fregatten des Typs F125 bestellt, die mit Ersatzteilen und Ausbildung des Personals zusammen 3,1 Milliarden Euro kosten sollen. Das neue Schiff, das von ThyssenKrupp und Lürssen gebaut wird, soll deutlich länger als seine Vorgänger im Einsatz bleiben können - zwei Jahre statt bisher neun Monate. Die Besatzung verringert sich von 235 auf 120 Seeleute. Ursprünglich sollte die erste Fregatte schon 2014 in Dienst gestellt werden. Nach aktueller Planung sollen alle vier Fregatten Mitte 2021 einsatzfähig sein.

thyssenkrupp AG

WKN 750000 ISIN DE0007500001