NEW YORK (dpa-AFX) - Der Softwarekonzern Microsoft prägt am Donnerstag die US-Börsen angesichts einer Flut von Geschäftszahlen negativ. Die Standardwerte im Dow Jones Industrial
Die Reaktionen auf die Zahlen der Tech-Riesen Meta
Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial war zunächst noch freundlich gestartet, konnte sich dem schwachen Umfeld aber auch nicht entziehen. Er gab um 0,6 Prozent auf 48.704 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500
Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste im zweiten Geschäftsquartal erneut kräftig wachsen, allerdings nicht mehr so deutlich wie im Vorquartal. Sorgen um die Wachstumstreiber mischten sich mit Bedenken wegen stark gestiegener Kosten. Durch den Kursrutsch drehten die Aktien ihre jüngste Erholung in ein Tief seit Ende April. In der Breite wurden auch andere Softwarewerte belastet.
Die Meta-Anteile konnten dies an der Nasdaq mit einem Kursanstieg um mehr als sieben Prozent nicht aufwiegen. Der Facebook-Mutterkonzern überzeugte mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum, das die Aktien auf ein Hoch seit Ende Oktober trieb. Das Werbegeschäft des Internetkonzerns nehme weiter Fahrt auf und zeige den positiven KI-Einfluss, urteilte der Goldman-Sachs-Experte Eric Sheridan.
Auch die Nachrichten des Elektroautobauers Tesla kamen mit einem Abschlag von 2,4 Prozent nicht gut an nach einem zunächst noch robusten Handelsstart. Die Gewinnschätzungen wurden zwar übertroffen, doch es wurden Milliarden-Investitionen zur Umstrukturierung der Produktion angekündigt. Konzernchef Elon Musk setzt auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis.
Ein Gegengewicht zu Microsoft bildeten im Dow die Titel von IBM
Einen Rekord aufstellen konnten noch die Titel des Rüstungskonzerns Lockheed Martin