NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag ungeachtet des Iran-Kriegs ihre moderaten Verluste im Handelsverlauf teilweise wett gemacht. In Kursschwächen sehen Marktstrategen wie die von den US-Banken JPMorgan und Morgan Stanley für längerfristig orientierte Anleger Kaufgelegenheiten. Von den ISM-Daten zur Stimmung in der US-Industrie gingen derweil gemischte Impulse aus.
Der Dow Jones Industrial
Der marktbreite S&P 500
Am Wochenende hatten die USA und Israel den Iran angegriffen und unter anderem das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Derzeit werden weiter Ziele angegriffen, die Teheran mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder beantwortet. Der Ölpreis schoss in die Höhe. Zeitweise erreichte Brent-Öl den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl stieg mit etwas über 75 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Juni 2025. Damals hatte das US-Militär Anlagen des Iran angegriffen. Allerdings müsste der Ölpreis laut Morgan Stanley auf 100 Dollar je Barrel steigen, um den bullischen Ausblick für US-Aktien in den nächsten sechs bis zwölf Monaten zu beeinflussen.
Mit Blick auf den viel beachteten ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Februar ging dieser zwar im Vergleich zum Vormonat zurück, aber weitaus moderater als erwartet. Er liegt zudem weiter klar über der Schwelle, die auf Wachstum hindeutet. Die Preisentwicklung war aber stark. Das lässt wiederum Inflationssorgen aufkeimen und dämpft die Hoffnung auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Aktien aus der Tourismusbranche, etwa von Hotelketten oder Fluggesellschaften, gaben nach. Wynn Resorts
Unter den Öl- und Rüstungspapieren, die dagegen nach oben getrieben wurden, legten ConocoPhillips
Unter den sogenannten Gloreichen Sieben gab es zuletzt wieder mehr Gewinner als Verlierer: Tesla
AES