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WDH/Aktien New York Ausblick: Etwas höher am Ende einer stark erholten Woche

10.04.2026
um 15:32 Uhr

(Im 3. Absatz, 2. Satz wurde zwei Wörter ergänzt: seit Kriegsbeginn.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der bisher stark erholten Woche nach Ostern dürften es die US-Aktienanleger am Freitag etwas ruhiger angehen. Von den Ölpreisen, die momentan im Zuge des Iran-Kriegs der wichtigste Taktgeber für die globalen Börsen sind, kommen keine neuen Impulse. Sie notieren etwa auf Vortagesniveau, womit sich an den Inflations- und Konjunkturerwartungen nichts ändert. Die Ölpreise spiegeln die Zurückhaltung vor den Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan wider, die am Freitag mit Unterhändlern beginnen und am Samstag mit den Verhandlungsführern wohl ihren Höhepunkt erreichen.

Für die wichtigsten Aktienindizes zeichnet sich am Freitag eine leicht höhere Eröffnung ab: Den Dow Jones Industrial signalisierte der Broker IG knapp eine Stunde vor dem Börsenauftakt knapp im Plus bei 48.231 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 dürfte rund 0,3 Prozent höher starten mit 25.151 Punkten. Vage Hoffnungen im Ukraine-Krieg könnten vor dem Wochenende etwas stützen, während die Waffenruhe im Iran zunächst fragil bleibt.

Der marktbreite S&P 500 gewann im Wochenverlauf rund 3,7 Prozent. Das Minus seit Kriegsbeginn schmolz inzwischen auf unter ein Prozent ab. Dazu passt, dass die Anleger laut den Experten der Deutschen Bank inzwischen wieder zuversichtlicher sind, dass die US-Notenbank Fed trotz der Kriegsbelastungen ihre Leitzinsen im laufenden Jahr senken wird. Mit 33 Prozent habe die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit dafür das höchste Niveau seit drei Wochen erreicht, hieß es.

Besonders wichtig sind vor diesem Hintergrund die US-Inflationszahlen für den März. Die Teuerungsrate legte im März mit 0,9 Prozent so wie von Ökonomen erwartet zu, im Jahresvergleich mit 3,3 Prozent etwas geringer als prognostiziert. Zinssenkungshoffnungen bleiben also erhalten.

Branchenseitig im Fokus stehen weiter Softwarewerte, die tags zuvor wieder einen schwarzen Tag hinnehmen mussten. Der Sektor leidet bereits seit einiger Zeit stark unter KI-Verdrängungssorgen und durch den Krieg wurde die Situation für die Anleger nicht besser. Die Citigroup strich nun ihre Empfehlungen für einige Werte, was vorbörslich unter anderem Docusign und Autodesk belastete. Im Chipsektor setzten dagegen Marvell Technology ihre Rally ungehindert fort.

Ebenfalls eine skeptische Analystennote drückte Nike -Aktien. Die Experten von Piper Sandler stuften sie ab, vor allem in Sorge um ein gesättigtes Athleisure-Geschäft mit modischer Sportbekleidung./ag/ajx/jha/stw/he

Infront USA Industrial (all day)

WKN 969420 ISIN US2605661048

Infront USA Tec 100 (all day)

WKN A0AE1X ISIN US6311011026