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ROUNDUP/Aktien New York: Weitere Verluste - Zinsentscheid wirft Schatten voraus

15.09.2026
um 16:52 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt ist es am Dienstag überwiegend weiter nach unten gegangen. Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bleiben die Anleger vorsichtig. Der zuletzt nur noch mäßige Anstieg der Ölpreise half den Kursen nicht.

Gut eine Stunde nach Handelsbeginn sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,96 Prozent auf 51.916 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,47 Prozent auf 7.584 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,42 Prozent nach auf 29.006 Punkte. Er war zu Wochenbeginn wegen der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), was besonders die Halbleitertitel belastet hatte, stärker als die anderen Indizes unter Druck geraten. Diese konnten sich nun teilweise etwas erholen.

Auf der dritten Zinssitzung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser am Mittwoch erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten wird angesichts der hohen Inflation überwiegend eine Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. Die Spannung bleibt aber groß, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

Getrieben wird die Inflation vor allem durch höhere Energiepreise. Der Ausblick ist hier düster. Eine Trendwende ist angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wie schon am Montag über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.

Im Nasdaq 100 belegten am Dienstag die Chiptitel Qualcomm, Arm Holdings, AMD und Marvell Technology mit Kursgewinnen von 2,8 bis 3,4 Prozent vordere Plätze. Beim Branchenriesen Nvidia reichte es für ein Plus von 0,8 Prozent. Gefragt waren in New York auch die Aktien des Computer- und Speichersysteme-Herstellers Dell sowie des Informationstechnik-Unternehmens HP Enterprise.

Aus dem Stahlbereich legten Steel Dynamics dank positiver Branchennachrichten um 2,1 Prozent zu. Aus einer Mitteilung des chinesischen Stahlverbands auf der Plattform WeChat geht laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor, dass führende chinesische Stahlhersteller gemeinsam zu strengeren Produktionsbeschränkungen und einem Abbau der Lagerbestände aufgerufen haben. In einer Erklärung heißt es, nach Jahren des Wachstums trete die Branche in China in eine Phase der "Reduzierung und Optimierung" ein. Börsianer versprechen sich davon auch international etwas Entlastung beim Preisdruck aus China, was positiv sei für die Stahlpreise am Weltmarkt.

Aktien aus dem Kryptowährungssektor hingegen gerieten unter Druck. Aktuell schwindet der Optimismus, dass ein umfassendes US-Gesetz zu dessen Regulierung in dieser Woche vorankommen wird. Der Bitcoin-Kurs fiel zuletzt um 2,8 Prozent. Für die Aktien von Coinbase ging es im Sog dieser Entwicklung um 7,5 Prozent nach unten. Die Anteile des Softwareherstellers Strategy , der den Bitcoin als Hauptreserve für sein Kapital etabliert hat, büßten 5,4 Prozent ein./gl/nas

Infront USA 500 (all day)

WKN A0AET0 ISIN US78378X1072

Infront USA Industrial (all day)

WKN 969420 ISIN US2605661048

Infront USA Tec 100 (all day)

WKN A0AE1X ISIN US6311011026