PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten ist es am Donnerstag weiter nach unten gegangen. Belastungsfaktoren waren steigende Renditen an den internationalen Anleihemärkten, weiter anziehende Ölpreise aufgrund der angespannten Lage in Nahost sowie zunehmende Zinsängste. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im November wurde zwischenzeitlich über vier Prozent höher als am Mittwoch gehandelt.
Der EuroStoxx 50
"Neue Drohungen aus dem Iran verstärken die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Krieges im Nahen Osten. Den Konflikt bei erneuten Angriffen der USA oder Israels über das Rote Meer hinaus bis in den Indischen Ozean ausweiten zu wollen, lassen die Ölpreise wieder steigen", bemerkte Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Damit hätten Anlegerhoffnungen auf eine schnelle diplomatische Lösung einen weiteren Dämpfer erhalten. "Gleichzeitig sorgen die zuletzt robusten US-Konjunkturdaten für zusätzlichen Druck am Anleihemarkt, weil sie Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank am Leben halten", so Lipkow.
Schwächster Sektor waren die Autowerte, die sich damit wieder dem bisherigen Jahrestief vom Juli näherten. Überdurchschnittliche Verluste verzeichneten auch Technologie- und Rohstoffaktien.
Unter den Einzelwerten gehörten die Papiere von H&M
Dagegen ging es für die Anteilsscheine der britischen Modekette Asos
Die Aktien von Schneider Electric