NEW YORK (dpa-AFX) - Mit seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos hat Donald Trump am Mittwoch eine weitere Eskalation im Streit um Grönland vorerst vermieden und damit auch die Gemüter am Aktienmarkt ein Stück weit beruhigt. Der US-Präsident schloss Gewalt in der Grönland-Frage aus. An seinem Ziel, dass sein Land zum Schutz der Vereinigten Staaten und der Welt Grönland übernehmen müsse, hielt er jedoch fest. Seine jüngsten Zolldrohungen gegenüber europäischen Staaten erneuerte Trump nicht.
Nach ihren deutlichen Vortagesverlusten gingen die US-Börsen mit der Rede Trumps zunächst klar auf Erholungskurs, kamen dann aber von ihren Tageshochs wieder zurück. So gewann der Leitindex Dow Jones Industrial zwei Stunden vor dem Börsenschluss noch 0,69 Prozent auf 48.824 Punkte. Der von Tech-Werten geprägte Nasdaq 100 verbuchte ein Plus von 0,62 Prozent auf 25.141 Zähler. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,54 Prozent auf 6.833 Zähler hinauf.
Neben Trump in Davos setzten am Aktienmarkt Unternehmen mit Quartalszahlen Akzente. Der Streamingdienst Netflix enttäuschte die Anleger, die Papiere rutschten um 4 Prozent ab.
Der Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson überzeugte hingegen, was Anlegern bei einem Minus von 1,2 Prozent wenig nützte. Händler verwiesen auf eine ungünstige Entwicklung in einem Rechtsstreit als Belastungsfaktor. Die Aktien hatten zudem in den vergangenen Monaten einen starken Lauf gehabt.
Halbleiter-Aktien waren besonders gefragt. Nvidia -Chef Jensen Huang sagte, in der Branche seien weitere Ausgaben in Billionen-Höhe für Computing-Infrastruktur notwendig. Nvidia gewannen 1,2 Prozent. Intel setzten auf dem höchsten Stand seit vier Jahren ihre Rally mit einem Plus von rund 10 Prozent fort. Am Vortag hatten bereits positive Analystenkommentare Auftrieb gegeben. Am Donnerstag legt Intel nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor.
Für die Anteile von Halliburton ging es um 3,7 Prozent nach oben, nachdem der Ölindustrie-Dienstleister für das vierte Quartal mit seinem Gewinn die Analystenschätzungen übertroffen hatte.
Die Titel von Kraft Heinz fielen um mehr als 6 Prozent. Wie aus einer Pflichtmitteilung des Lebensmittelunternehmens hervorgeht, könnte die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway bald ihre Beteiligung an dem Ketchup-Hersteller reduzieren oder ganz abstoßen./ajx/he