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Aktien Europa: Schwächer - Ölpreise und Anleiherenditen haben Märkte im Griff

01.10.2026
um 12:11 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte sind schwächer in das vierte Quartal gestartet. Gestiegene Ölpreise und weiter zulegende Anleiherenditen belasteten am Donnerstag.

"Die hohen Ölpreise schüren die Sorge vor einem erneuten Preisschub und damit vor einer länger restriktiven Geldpolitik", erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Gleichzeitig fallen die Kurse vieler Staatsanleihen weiter und treiben deren Renditen nach oben." Damit aber nähmen die Sorgen über die hohen Staatsschulden vieler Länder zu.

Der EuroStoxx 50 sank gegen Mittag um 0,86 Prozent auf 6.215,27 Punkte. Außerhalb der Eurozone büßte der Schweizer Leitindex SMI 1,19 Prozent auf 13.666,11 Punkte ein, während der britische FTSE 100 um 1,57 Prozent auf 10.439,99 Punkte abgab.

In den angespannten Marktumfeld lagen Bankaktien an der Spitze der Verlierer. Der Sektor brach mit den Abgaben aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen nach unten aus. Auch Ölwerte schwächelten trotz der hohen Notierungen. Der Analysedienst Index Radar verwies auf eine Studie, die Entspannung der Versorgung signalisiere. "Interessant ist eine neue Studie von JPMorgan: Die Rohölexporte aus dem Nahen Osten sind demnach auf rund 17,5 Millionen Barrel pro Tag gestiegen und erreichen damit etwa 98 Prozent des Vorkriegsniveaus", hieß es. "Die Erholung wird vor allem durch wieder höhere Transportvolumina Saudi-Arabiens und alternative Exportrouten getragen."

Besser hielten sich Technologiewerte. Sie reagierten damit auf die Quartalszahlen von Micron . Kräftig gestiegene Umsätze und Gewinne sowie der Ausblick des US-Halbleiterunternehmens stärkten die Zuversicht für die Nachfrage im Zuge des Booms der Künstlichen Intelligenz. Das brachte den Halbleiterwerten Rückenwind, während SAP mit 1,2 Prozent Abschlag weiter schwächelten.

Der nachgebende Pharmasektor wurde etwas von den Gewinnen von Sanofi abgefedert, deren Aktie um ein Prozent zulegte. Die Ausweitung der Kooperation mit Regeneron Pharmaceuticals signalisiere die Fortschritte unter dem neuen Konzernchef, so Jefferies-Analyst Michael Leuchten. Die Aktie sei zudem attraktiv bewertet./mf/mis

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894